Ausgabe 
28 (20.12.1868) 51
 
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Nr. L L.

20. Decbr. 1868.

Beacsitct wird das Lcben mrhr zuletzt;

Der Sonne Scheiden und Musik am SchlußBleibt, wie der letzte Schmach von Süßiakcitcn,

Mehr im Gedächtniß, alS die frühern Zeiten.

Shakespeare . Richard II. A. II. 2.

Weihnachtslied.

Es schweiget die ErdeIn Dunkel gehüllt,

Es glänzen an: HimmelDie Sternlein so mild!

Es wiegt sich in SchlummerDie nächtliche Flur,

In goldenen TräumenDas All der Natur!

Nur in Bethlehem wacht nochDas glückliche Paar,

Auf dem Felde der HirtenAndächtige Schaar.

Das Kiudlein schläftAn Marias BrustUnd es jauchzen die HimmelIn Wonne und Lust;

Und die Engelcin tretenAm Himmel hervorUnd singen im nächtlichenHimmlischen Chor;

Und künden das KindleinDen Hirten im Feld,

Und Freude und FriedeDer ganzen Welt.

O du Freude, du WonneDu selige Nacht,

Die den Menschen ErlösungUnd Friede gebracht!

H. v. Ow.