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Der kühne Schiffer
Siehst du das Schifflcin tanzenIm klaren Wellcnspiel,
Hinaus mit vollem SegelZum fernen, stolzen Ziel.
Der Wind huscht um die NahenUnd lustig geht die Fahrt,
Der Schiffer sieht die HoffnungMit schönstem Glück gepaart.
Da horch ein fernes Tosen,
Die Windsbraut naht heran,
Die Wogen hemmen drohendDes kühnen Schiffers Bahn.
Er späht durch graue RegenUmsonst nach sichrer Bucht,
Die Stürme heulen höhnendAus wilder Wogenschlucht.
Der Mastbaum ist zersplittert,
Kein Retter nah und fern; —Kein Kompaß schien ihm nöthigIm vollen Glückesstern.
Wie würde der ihm zeigenDen nahen Meeresstrand; —
So findet sich kein AuswegZur Rettung an das Land.
Die Welle peitscht den NachenUnd schwärzer gähnt der Schlund,Ein Hülfruf, dann ein Stöhnen —Es war die letzte Stund! —
So geht es oft dem MenschenIm weiten Weltgewühl;
Kaum kommt er aus der Schule,So steckt er hoch sein Ziel.
Verwegen stürzt er weiter,
Das Glück bläht ihn noch auf.
Er hascht nach Gold und Krone,Nach Ehren rennt sein Lauf.
Er opfert seine Kräfte
Und wühlt im Erdenstaub;
Stets kühner macht er Plane,
Der guten Warnung taub.
Doch plötzlich bleicht das Sternlein,Das Unglück naht heran,
Und Dornen wirft es grausamAuf seine stolze Bahn.
Er zagt, er schaut verzweifelndUm Hülfe in die Welt;
Er sieht im weiten MeereDas prächl'gc Schiff zerschellt.
Wohl gab ihm einst die MutterDen rechten Kompaß mit.
Nach ihm sich stets zu richtenBei jedem Lebensschritt.
Der Kompaß wies zum Himmel,Er selbst war das Gebet,
Für den der beste Führer,
Der durch das Leben geht.
Er zeigt uns einen HafenIn wildem Sturmgebraus
Und selbst in öder WüsteEin liebes Vaterhaus.
Der Mutter brach das Auge,
Der Jüngling eilte fort,
Und frevelnd warf der KeckeDen Kompaß über Bord.
So ist er nun verlassenHat nirgends eine Asyl;Die stolzen Plane findenIm Untergang ihr Ziel.
(Makaroni.) Die Philologen haben heraus gebracht, daß diese Speise bis indie Zeilen der alten Griechen zurück reicht. Sie nannten dieselbe umlmrios (glücklich),und ihr Vaterland: nmoarvn nosoi (glückliche Inseln). Fürst Pücklcr-Muskau bringteine andere Lesart. Ein Cardinal liebte einen guten Tisch und hatte einen erfinderischenKoch. Als einst die neue Speise mit dem besten Parmesankäse vorgesetzt wurde in guterSauye, rief der Cardinal: Luri! (Liebe Speise!) Später, als sie immer besser mun-dete: um cmi-i! (Aber was für eine liebe Speise!) Zuletzt im ganzen Enthusiasmus:um «mroni! (Aber was für eine außerordentlich liebe Speise!) Von nun an bliebdieser Name.
Druck, Vertag und Redaction des litterarischen Instituts von vr. M. Huttlcr.