Einleitung.
Der Wert der Produktionsstatistik für die Währungsfragewird sowohl von den Anhängern der Goldwährung als von denBimetallisten verschieden beurteilt.
Ein großer Teil der ersteren legt den Produktionsverhältnissender Edelmetalle nur einen nebensächlichen Wert bei, stützt sich viel-mehr auf die unleugbare geschichtliche Thatsache, daß die Handels-welt sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr an das gelbeMetall gewöhnt habe und am Ende des neunzehnten Jahrhundertssich mit Ausnahme Ostasiens nicht mehr des Silbers, sondern nurnoch des Goldes als Wertmesser bedienen wolle. Der Wechsel inden Produktionsmengen komme weniger in Betracht, es genüge zuwissen, daß von einem Goldmangel keine Rede sein könne, zumaldas Bedürfnis an Metallgeld mit dem Fortschreiten des Abrechnungs-verkehrs ein immer geringeres werde.
Ebenso steht ein großer Teil der Bimetallisten auf demStandpunkt, daß sie sagen, es sei eine Thatsache, daß die Weltsich seit Jahrtausenden gleichzeitig beider Edelmetalle als Geld be-dient habe. In den einen Ländern habe man das Gold, in anderendas Silber vorgezogen, niemals aber habe man künstlich das eineMetall ausgeschlossen und heutzutage, bei dem entwickelten Verkehr,sei es ganz unmöglich, in den einen Ländern Silberwährung, in denanderen Goldwährung aufrecht zu erhalten. Vollends zu einerderartigen Revolution, das Silber als Wertmesser aufzugeben, seigar kein Grund vorhanden. Den Produktionszahlen sei kein be-sonderer Wert beizulegen, dieselben haben von jeher ungemein ge-wechselt, aber aller Wechsel habe nichts an der von der Natur ge-gebenen Bestimmung geändert, daß beide Metalle als Wertmesserund Geld zu dienen haben.
Im Gegensatz zu diesen Währungstheoretikern wenden wiruns in dieser Schrift an die große Menge derjenigen welche aufdie Produktionsstatistik einen hervorragenden, ja den entscheidendenWert im Währungsstreite legen. Wir wenden uns an diejenigen,