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Tonnen, 1892 aber schon 17'/s Tonnen gewonnen wurden, wäh-rend gleichzeitig die Waschgoldgewinnung von 5 auf 0,5 Tonnenherabgegangen ist. Auch in Neusüdwales ist der Gangbergbau inder Zunahme begriffen und macht weitaus den Hauptteil der Pro-duktion aus, wogegen die Waschgoldgeivinnung allerdings sehr ab-genommen hat.
Bei vielen Gängen soll sich nach der Tiefe zu eine Verarmungeingestellt haben, andere haben aber einen gleichmäßigen, mituntersogar nach unten zunehmenden Reichtum gezeigt. Die große Zahlder immer noch neu hinzukommenden Gänge sichern der Produk-tion eine gewisse Stetigkeit. In der Kolonie Viktoria wechselteder durchschnittliche Goldgehalt der gepochten Erze in den Jahren1882—1892 nur zwischen 14 und 15'/s A auf die Tonne.
In Neuseeland , dessen Gold in der oben genannten Produktioneingeschlossen ist, wird ebenfalls seit 1857 Gold gewonnen, abererst 1864 wurden die reichen Alluvialfelder entdeckt, deren Aus-beute sich 1871 auf 22 Tonnen belief. Schon 1892 war dieselbeauf 7,4 Tonnen gesunken, wie es heißt wegen Mangels an Arbeits-kräften. In Südaustralien, Westaustralien und Tasmanien ist dieGoldproduktion bisher verhältnismäßig schwach, aber überall inder Zunahme begriffen. Ganz besonders gilt dieß von West-australien, welches 1894 bereits über 6 Tonnen geliefert hat undwo gegenwärtig, nächst Transvaal, die bedeutendste Thätigkeit undSpekulation in Goldbergwerken herrscht.
Die Silber gewinnung hat in Australien erst 1886 mitder Entdeckung des Vorkommens von Brocken Hill nordöstlich vonAdelaide ihren Anfang genommen und ist seitdem von 32 bis auf638 Tonnen im Jahre 1893 angewachsen, hatte also bereits dieProduktion von ganz Südamerika überflügelt, ist aber 1894 wie-der auf 562 gesunken. Wegen der Beschränkung auf ein ver-hältnismäßig kleines Gebiet kann die Silberproduktion Australiens auf die Dauer nie von der Bedeutung werden, welche für Mexiko und Südamerika auf eine unberechenbare Zukunft hinaus gesichertist, aber nachdem einmal die Aufmerksamkeit der Bevölkerung da-rauf gelenkt ist, vermehren sich doch zunächst die neuen Entdeckungenin diesem Weltteil und auf den zugehörigen Inseln. Es ist da-her anzunehmen, daß Australien noch auf Jahrzehnte hinaus einenansehnlichen Beitrag zur Weltproduktion liefern wird, wenn auchder bisherige hohe Reinertrag der dortigen Silbergewinnung wegender in zunehmender Tiefe ungünstiger werdenden Zusammensetzungder Erze bedeutend zurückgehen mag. —