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Reichsgold : Studien über Währung und Wechsel / von Ludwig Bamberger
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erst recht alles auf diese Keller losdrängte, um ihuen dcuSchatz zu entreißen, und wie nun die Bank der Reihe nachbei ihren Schwestern in London , Petersburg uud Brüsselbetteln gehen mußte, daß sie so gnädig sein möchten, ihrdas eben uoch so heiß begehrte Silber wieder abzunehmenuud das verschmähte Gold dafür zurückzuschaffen, damit derGierde uach Silber, welche jetzt im Zuge sei, ihren Baar-schatz überhaupt davonzutragen, der Appetit verdorbenwerde. Mit solcher Gewalt sorgt im lebendigen Tansch derKräfte jeder Werth für seine eigene Anerkennung, so eitelist es, gegen die wirklichen Verhältnisse mit gesetzlichen Ak-tionen ankämpfen zu wollen. Ein ähnliches MiSgcschick be-drohte die Preußische Bauk, als sie im letzten Jahre denMoment herannahen sah, in dem ihr Silber erschöpft unddann das Goldngio die Bentclust reizen mußte, sich mitNoten zur Einwechselung zu präscntircn. Sie überlegte schon,ob es dann gestattet sein werde, statt mit Gold mit Zchn-groschcnstückcn Noten einzulöseu, eiue Eventualität, die sonstnur aus zu großer Armuth entspringt, hier aber aus zugroßem Reichthum entsprang. Selbstredend lag die Schuldder Verlegenheit nicht an der Bank, sondern an, den eigen-thümlichen Zuständen des Ucbcrgangcs.