15.
Holländische Geldzustände.
Die Verglcich»ng französischer Zustände der jüngstenZeit mit den deutschen hat viel dazu beigetragen, die Begriffezu verwirren. Die Gunst einer momentanen Lage hat dazugetrieben, deren innere Gefahren dem Blicke zu entziehen.Znnächst ward darüber vergessen, daß jedes äußere oderinnere Ereigniß beunruhigender Natur im HandumdrehenFrankreich in alle Couvulsioncn einer fictivcn Währungzurückversetzen kann.
Weiter ließ man sich zu dem falschen Schlüsse verführen,Glück und Unglück hingen nur vom Stande der Handels-balanz ab. Anch eine unvollkommene Währung, meinte man,kann bei günstiger Ausfuhr ruhig dem Grundgesetze desVerkehrs „ein Schnippchen schlagen". Man braucht abernur von Frankreich nach Holland hinübcrzugchcn, nmeines bessern belehrt zu werden.
Holland hat mit Frankreich die Thatsache gemein, daßseine AnSfnhr in den letzten Jahren viel größere Summenaufbringt, als seine Einfuhr verzehrt. Blos nach diesemMaßstabe gemessen, müßte man also denken, es befinde sich
Bambcrgcr, Rcichsgold. 1y
»