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Reichsgold : Studien über Währung und Wechsel / von Ludwig Bamberger
Entstehung
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10.

Die einfache Währung als Ergebniß der Metalleinheit.

Es gibt Lcute, welche ein Land glücklich preisen, wenn eszu einem auf diese Weise empfindungslos gewordenen Geldegelangt, zu einem Gelde, das für andere Länder werthlosoder unbrauchbar gcwordcu und das deshalb mit Aus-fuhr nicht bedroht ist. Wer das Glück hat, ciu hölzernesBein zu bcsitzcu, wird uie vom Schuh gedrückt, er weißaber auch nicht, wo ihn der Schuh drückt. Mit dem Ab-sterben der Empfindung für die iuucrn Werthvcrändernngeuan dem, was als Geld umläuft, kommt den Menschen anchder Begriff, die Vorstellung von der Bedeutung des Wortesabhanden. Sie vergesse» allmählich, daß Geld einzig undallein ciu Mctallstück von Werth ist, welches, seiner Prttgeformentkleidet, mir um ein Geringes weniger -gelten darf alsvorher. Sie leben sich iu den Gedanken ein, daß Zeichenvon Papier, nicht weil sie Anweisungen auf solches Metallenthalten, sondern kraft stillschweigender Verabredung odergesetzlicher, Anordnung auch zu wirklichem Gelde werdenkönnten. Ans solchen GcistcSvcrirrungcn entspringen danndie Theorie» der Volksbcglückcr, welche verlangen, daß der