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Reichsgold : Studien über Währung und Wechsel / von Ludwig Bamberger
Entstehung
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14.

Geldausfuhr und Handelsbalanz.

Zwischen den Ländern mit freier einfacher gleicher Mctalt-währung können die Wcchselcurse nicht um ein Höheres schwan-ken als um den Betrag der Versendung und Umprägung. Allenim Vorausgehenden geschilderten Uebeln entgehen sie nur durcheine solche Verfassung. Es ist daher das höchste Interessealler Länder, das gleiche Metall einzig und allein zurBasis ihrer Währung zu machen. Auch gehen wir dieserZukuuft mit Gewißheit entgegen. Nicht Verträge werdendie großen Nationen untereinander auf solche Weise verbin-den, sondern das wohlverstandene Interesse jeder einzelnen,gerade wie auch die Zukunft des Waarcuhaudcls uicht inden Handelsverträgen, sondern in der von der eigenen Ein-sicht jeder Nation dictirtcn Handelsfreiheit liegt.

Alle Gcldvcrfassungcu, welche dieser Grundlage entbehren,sind, möge die momentane Lage sie in noch so günstigemLichte erscheinen lassen, durchaus unsicherer Natur. BestimmteRichtungen des Handels können die Unvollständigkcit einerGcldvcrfassnng der Empfindung entziehen; aber wer verbürgtdie Dauer einer Handclöconjuuctur? Wer kann sie bcrcch-

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