-?i Vorwort der Historischen Kommission.
gewirkt hatte, verstarb am 10. November 1892. Als die Kommissionin dieser abermaligen Notlage über die Wahl eines neuen Bearbeitersder Fortsetzung beriet, erklärte der damalige Vorsitzende der Kommission,Dr. Oskar von Hase, sich selbst zur Übernahme der Bearbeitung be-reit, welches Anerbieten die Kommission und der Vorstand dankend an-nahmen. In dem mit ihm am 12. Mai 1893 abgeschlossenen Vertragewar wiederum mit einer Dauer der Bearbeitung von vier Jahren ge-rechnet worden. Indes wurde Dr. von Hase durch geschäftliche undpersönliche Verhältnisse verhindert, außer den Vorarbeiten sich der Ab-fassung der Arbeit zu widmen, und übernahm in einem neuen Vertragevom 16. Juli 1903 nur die Bearbeitung der Zeit bis 1764, auf dieder folgenden Zeit bis zur Gegenwart verzichtend. Ende 1905 erklärtesich aber Dr. von Hase auch außer Stande, das Manuskript für den vonihm übernommenen Teil innerhalb der vertragsmäßig bestimmten Zeitliefern zu können, weshalb der Vertrag mit ihm auf seinen Wunsch vomVorstände aufgehoben wurde.
Inzwischen war es der Historischen Kommission und dem Vorständegelungen, in Dr. Johann Goldfriedrich einen Bearbeiter für denTeil der Geschichte des deutschen Buchhandels, auf dessen BearbeitungDr. von Hase verzichtet hatte, zu gewinnen, worüber mit ihm am16. März 1904 ein Vertrag abgeschlossen wurde. In einem neuenVertrage vom 25. Januar 1906 übernahm er auch die Bearbeitungder Zeit bis 1764, die Dr. von Hase sich vorbehalten hatte, und somitder gesamten Fortsetzung des von Dr. Kapp begonnenen Werks, und liefertedie Darstellung der Zeit bis 1825, unter genauer Einhaltung der ver-tragsmäßigen Termine, Ende 1905 und Ende 1906 druckfertig ab, ob-wohl er die von ihm schon bearbeiteten spütern Abschnitte bei Darstellungder ihnen vorhergehenden Zeit mannigfach hatte umarbeiten müssen.Danach konnte der Satz des zweiten Bandes in diesem Frühjahr be-gonnen und er jetzt veröffentlicht werden.
Dieser zweite Band enthält noch nicht den Schluß des Werks, sondernbehandelt nur die Zeit vom Westfälischen Frieden bis zum Beginnder klassischen Litteraturperiodc (1648—1740), weil der Band, wenner, wie ursprünglich beabsichtigt war, das Werk abschließen sollte, nochweit umfänglicher als der erste (der 56 Bogen stark ist) und dadurchzu unhandlich geworden wäre. Auf Wunsch des Vorstandes und der