3. Kapitel! Der Buchhändler,
519
6t) Munzing er. Die EntWickelung des Jnseratenwescns in den deutschen Zeitungen. I. D. 1901.
K5) Stalin , Chph. Frdr., Zur Geschichte und Beschreibung alter und neuerBüchersammlungen n. s. w, Stuttgart u. Tübingen 1838. S. 43 fg.
ss) Dziatzko, Karl, Entwickelnng und gegenw. Stand der Bibliotheken. Leipzig
«?) Leipzig , 1694: Archiv XIV, 363. »893. Kohscldt, a. a. O.
e.s) Vom Jahre 171V an fällt diese bcsoudcrc Überschrift weg und werden,wie auch in den übrigen Rubriken, die lateinischen und deutschen Schriften unterder lateinischen Überschrift in einem gemeinsamen fortlaufenden Alphabet aufgezählt.
vo) Gründliche Nachricht von denen Frantzöischcn u. s. w. 1718.
?o) Uuiversalkatalog von Härtung in Königsberg. 1746. S. 247 fg.
71) Koch, Grundriß einer Geschichte der Sprache und Litteratur der Deutschen .II. Berlin 1798. S. 267 fg.
72) Der Buch Händler Robinson, oder ausführliche Lebcns-Beschrcibnng einesniemahls betrübt gewesenen lustigen Sachsen. . Worbch eine vollkommene Nach-richt von dem letzten Brabnntischen Kriege. Gedruckt zu Cölln am Rhein , woviele Buchhändler seizn. Leipzig zu finden bcy Boetio. 1728.
?g) Kirchhoff, Beiträge zur Geschichte des deutschen Buchhandels. II.Leipzig 1853. S. 65.
?-t) Klemm, Gustav, Zur Geschichte der Sammlungen für Wissensch, undKünste in Deutschland. Zerbst 1837. S. 131 fg.
Drittes Kapitel.
Der Buchhändler.
1) Die drei ältesten unzweifelhaft beglaubigten Fälle (1474, 1500, 1518) imersten Bande erwähnt: Kapp, S. 304; vergl. Archiv XII, 110. (Kirchhoff, Bei-träge II, 90, Amn. 17 — wonach die Bemerkung bei Kapp, lov. eit. — meint,vermutlich habe auch Peter Schöffcr Tauschhandel getrieben. Es ist gewiß möglich.Die Quelle, auf die sich Kirchhoff dazu beruft, enthält indes davon nichts. Die viervon Kirchhofs Archiv XII, S. 110 angeführten Fälle — 1488, 1497, 1515, 1518 —zeigen teils zn besondere Umstünde, teils zu allgemeine Ansdruckswcise, als daß dieim Text auszusprechende Angabe darauf Hütte basiert werden können.) Dabei sindvier Punkte zu berücksichtigen. Erstens: Die starke Verbreitung des Tauschhandelsim letzten Drittel 16. Jahrhunderts macht es rückwärts wahrscheinlich, daß er vor-her in entsprechender Weise geherrscht habe. Zweitens: Die schon im ersten Viertel16. Jahrhunderts begegnende Verrechnung (nicht nur des Quatcrnwcrks) nach derBogenzahl macht an sich die Möglichkeit der Tanschübnng zu einer naheliegendenund ihre entsprechende Thatsächlichkeit wahrscheinlich. Drittens: Die Quellen, ausdenen die Kenntnis der Geschäftsgcbränche bis zum letzten Drittel 16. Jahrhundertsentnommen werden müssen, fließen spärlich und erst seitdem reicher. Viertens:Man kanu nicht dem Schweigen über den Tauschhandel das Reden über den Kauf-Handel gegenüberstellen; nicht eingehaltene ZahlnugSvcrpflichtuugeu mußten vielleichter zu gerichtlichen Klagen — unfern Hauptauelleu — führen, als sogleichcffektnierte Tauschgeschäfte; für die die Frankfurter Messe b -treffeuden Fälle kommt