Sechstes Kapitel.
Der Buchhandel.
Vorbereitungen znr Messe. Mcßreisc, Ankunft in der Meßstadt; Buchhäudlcr-vicrtel. Das Gewölbe. Meßnnkostcn. Zerstreuung nnd Geselligkeit. Eintreffender Bücherballcu. Die Mcßgeschäftc. Daner des Meßbesuchs; Abreise. — DerAbsatz am Platze. Vertrieb in der Umgegend. Jahrmarktsbcsuch. Zweiggeschäfteund Kvmmissionslagcr. Der Kommissionshandel als Vorläufer des Konditions-geschäfts. — Der Verkehr zwischen den Messen über den Mcßplatz: die Sendungpro novitÄts bis in den Beginn des 17. Jahrhunderts; durch das ganze Jahrlaufende Beschaffung alles Bedarfs schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts; Zunahmeder Sendung zwischen den Messen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts;die Sendung pro noviwts nach dem Dreißigjährigen Kriege, Remissionsrccht;Anfänge der „Rcichsbuchhändlerhandlungsart"; Entwickeluug des Auslieferungs-wescns. — Katalogweseu und Bibliographie. — Bücheranzeigcn. — WeitereVertriebsmittcl: Aushang, Vordaticruug, Titelanflagc, Schlußbogcn, Freiexemplar,Prospekt, Titelveränderuug, Preisherabsetzung; Büchcranktion, Bücherlottcrie. —„Ju allen Bnchlüden zn haben." — Die Vorzüge der Organisation des deutschen
Buchhandels.
Wir haben die Grundmauern des Gebäudes der Leipziger Bücher-messe, das im Begriffe war, das große Kauf- und Handelshaus desdeutschen, ja europäische» Buchhandels der neuen Zeit zu werden, so wiees in der alten Zeit Frankfurt gewesen war, vor unfern Augen sich auf-bauen sehen. Suchen wir jetzt den deutschen Buchhändler der MittlernZeit in seiner Heimat ans, zu der Zeit, da die Leipziger Messe vor derThür steht, und begleiten wir ihn nach der sächsischen Meßstadt und be-obachten ihn hier in seinem Wandeln und Handeln. Wir werden als-dann auch wieder die Heimreise mit ihm antreten, ihn in seinem Buch-ladcn und auf seinen Geschäftsreisen aufsuchen und mit einem Worteverfolgen, wie sich sein Geschäftsbetrieb in der Zeit zwischen den Messengestaltete. Wir werden uns in beiden Beziehungen, was den Geschäfts-
Gcschichte des Deutschen Buchhandel!!. II. 17