Drittes Kapitel.
Der Buchhändler.
Auch der Buchhandel wird intensiver, nationaler uud norddeutscher. — Der Tausch-handel, der Vcrlcgcrsortimenter. — Trennung von Buchhandel, Buchdruckerei,Buchbinderei. Der Buchhändler in den Angcn der Buchdrucker und Buchbinderein Nachgeborcncr. Bewußtsein selbständigen Berufs im Buchhandel. Der Buch-händler vom Buchdruck auszuschließen versucht. „Erste Buchhändler" im 17. Jahr-hundert. — Der angestellte Druckervcrlcger. — Rechte uud Ziele des Buchbinders.Der Buchbinder als Ersatz des Buchhändlers. Die Augsburgcr Umfrage vomJahre 1642. Der Buchbinder als Verleger. Vereinigung der buchgcwcrblichcuHauptzweige in seiner Hand. Der Buchbinder als Kommissionär; als Antiquar.Der Buchbinder im ganzen verhältnismäßig rasch auf eine beschränkte Positionzurückgedrängt. Die Hauptstrcitpnnkte. Das erste Bnchhändlercxamcn. Bnch-binderherrschaft in Ulm. Kampf in Bremen . Endgültige Gestaltung der Ver-hältnisse. — Der Konkurrenzkampf im Buchhandel. Der Buchhändler nicht zünftig.Buchhäudlcrordnnngen? Buchhäudlcrische Vorschriften der Buchdrucker- und andererOrdnungen. Geplante Leipziger Buchhändlcr-Juunug. Statuten des FrankfurterLokalvereius. Die Buchhändlcrvrivilegien. Kampf gegen die Ortsfremden. Strebennach dem iiiiiuorus clausus. Der monopolistische Geist entspricht nicht mehr derpolchpolistischcn Richtung der Zeit. — Die Kleinhändler.
Ein aus Leipzig gebürtiger sächsischer Protestant, der größte Gelehrteseines Zeitalters, war es, der die alte katholische Reichsbücherbehörde zuneuem Leben aufrütteln wollte; das protestantische und besonders nördlicheDeutschland war es, in dem vornehmlich die Dinge, die Lcibniz künstlichmit einem Schlage verwirklichen wollte, sich natürlich und allmählichentwickelte!?.
Nicht audcrs im Buchhandel, dem unzertrennlichen und unentbehr-lichen Genossen der Buchschöpfung.
Die Verlagsthätigkeit Norddcutschlands nahm absolut und relativ(zu Süddcutschland) zu. Eiue absolute Zunahme fand im ganzen, nebendein Rückgänge einzelner Städte, auch in Süddeutschland statt. Wir