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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
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Quellennachweise und Anmerkungen.

legiernng Joh. Caspar Bencards in Dillingen ans Nssvii äeei8icuik8 i>>! uormanilüoäieis ?slzriaui eompilstss dicncn. Auf das Werk hatte Zuuuer in Frank-furt a. M. kaiserliches Privileg all ckeeew aniws vom 3. Jnni 1682. Der Kaiserwünschte eine verbesserte Ausgabe. Beucard verschafft sich rasch zwei tüchtige Ge-lehrte, sucht beim Rcichshofrat nui eine .,ex8pectativa privilegii" nach nnd erl,älisie im Jahre 1684. Im Jahre 1692 reicht Bencard mit Bezug darauf das Ge-such um Privilegierung ein nnd erhält das Privileg nutcrm 5. Angnst 1692 be-willigt:Dstur dem Bcucnrdt Privilegium impres8orium . . . 10. snnc>8."Bedingung: Lieferung von 5 Exemplaren. Privilegstrafe: 1V Mark liithigcn Goldes(1 Mark löthigcn Goldes 480 Rthlr.; 10 Mark also unter Annahme eines vier-mal höhcrn Geldwertes ruud 2000 Mark heutigen Geldes). Ter Bescheid gehtvom Reichshofrat an die Kanzlei und das Frankfurter Kommissariat. (Zunncrübrigenserschlich sud- et odrsxtitis" die Extension ans weitere zehn Jahre fürseine alte Ausgabe, da ihr geschäftlicher Wert aber durch Bcucards verbesserteAusgabe gcsuukeu war, verbesserte er sie natürlich ebenfalls, weshalb BencardKassierung nnd Konfiskation von Zuuners Privileg nnd Exemplaren verlangte.Der Ausgang des Streites geht ans den Akten nicht hervor.) Im Mai 1694bittet Bencard um Expedicrung des Privilegs. Antwort vom 1. Juui 1694:Dstur Privilegium acl cleeeunium its, ismen, ut prius esutiunem praestet^upplieuus eis exoioeiicliö post eckitionsm quiuc^us sxomplarilius solitis."Beucard reichte die Kaution in der folgenden Frühjahrsmesse ein. Sie hat folgendenWortlaut:Demnach cin Allergnädigstcs Kayscrl. Privilegium super NssviiDeeisiones uorwüm Loclicis ?sl>riani in orclinem rsäaetss t'ol. erhalten, als;verspreche und verbinde mich durch gegenwertiges aufs kräftigste, daß so bald ob-bemcldte Naevii Oeei8iones kol. iu Druck fertig sehn werde», die dcßfalls rstioueconesssi ?rivilegii gebührende llxswplsris so schuldig alß willig gehöriger Ohrtenaußzuliefcru." Er schickte sie au den Reichshofrat ein uud crbat dagegen dieexpeäition privilsgii anzubefehlen". Im Juli 1695 wiederholte er die Bitte.Antwort vom 29. Juli 1693:Wauu Supplikant die Zeit benennen wird, innerwelcher er sich getränt mit dem opere fertig zu seyu, erfolget fernerer Bescheid."Beneard erklärt darauf im Jannar 1696: Autor verheiße uoch Ende des Jahres1696 fertig zn werden, so daß das Werk voraussichtlich zur Ostermcsse 1697 imDrnck fertig sein werde. Taranf in Wien nnterm 31. Januar 1696 die Anweisung:Lxpeckiatur Petitum Privilegium; jedoch nur unter der Voraussetzung der Fertig-stellung des Drucks bis Ostern 1697. Der Druck wurde aber nicht fertig, undAufaug des nächsten Jahres kam Beneard um die Verlängerung der Frist bisznm Sommer ein. Er erhielt den Bescheid vom 13. Marz 1698: ,,I)etur Luppli-eanti zu Verfertigung des Drucks uud cinsendnng der schuldigen l^xemplirrienaäliue terroiiiu8 triuw me»8ium." Uuterm 8. Jnli 1698 wird auf erneutes An-suchen der Termin auf Herbstmesse 1693 verschoben. Zu Osteru 1699 erschien dasWerk. Staatsarchiv zu Wien ,Iwprs88c>ria".

224) Cour. v. Wiechels Wittwe (Basel ) erbittet 1739 kaiserliches Privileg -ulXX SNN08 auf Rondean, französisch-deutsch und deutsch -französisches Wörterbuch,besorgt und verfertigt von Aug. Joh. Buxtorff. Bewilligt, aber nur ans 10 Jahre(Wien , Staatsarchiv, ,,Impre88oria").

22ö) Staatsarchiv Wien: Mainzer Erzkanzler-Archiv, Büchcrtouimission, Vol. 2Nr. 16. I.XXXXVI. 2.