Einige Vertreter des Buchhandels der „Wissenschaft und Idee". 217
sein"; er schrieb 206 eigenhändige Briefe, in denen er sie mit der Ge-schäftsverändcrung bekannt machte, jeden Brief in anderer Form. Die-jenige Seite eines großen Buchhändlers, die in Perthes als Verlegerbesonders ausgeprägt ist, ist seine aus einer tiefgründigen Liebe zu seinemVolke hervortreibende anregende Wirkung. Er vermißt christliche Volks-schriftcn und fordert Fouque zur Abfassung eines vaterländischen histori-schen Katechismus auf. Er regt Körte in Halberstadt zu einer Geschichteseiner Zeit von Rabener bis Schlegel, Poel in Altona zur Niederschriftsciucr Memoiren an, ermuntert A. W. Schlegel zu einer neuen Samm-lung und Herausgabc seiner Schriften, Nicolovius zu einer Auswahlaus Schlossers Schriften. Den ersten Anstoß zu Necmders AllgemeinenGeschichte der christlichen Religion und Kirche gab eine Anregung vonPerthes. Sein Hauptinteresse galt der Geschichte, der Geschichte alseiner Angelegenheit der Nation. „Größere Fragen, andere und tieferewie früher, werden an die Geschichte gethan, und eine Antwort daraufdarf nicht ausbleiben. Mein Beruf nun soll es werden, die Männer,welche solche Antwort geben können, suchen zu helfen, sie zu drängenund zu treiben, das was sie können auch wirklich zu thun, und ihnenin allen Dingen, die dem Buchhändler näher liegen, wie dem Gelehrten,förderlich und behülflich zu sein." Sein Interesse gilt der Geschichte alseiner Angelegenheit der Nation. Als es sich um die „Nonnmenw (?sr-»iknias Iiiswriea", die „Gesellschaft für ältere deutsche Gcschichtskuudc"und deren „Archiv" handelte, erwärmte er sich selbst dafür und hofftedasselbe von ganz Deutschland für die im Anschluß daran zu bildendenGeschichtsvereine: „nicht allein weil sie Wissenschaft und Geschichte fördern,sondern auch weil sie Eiuiguugspunkte der Deutschen für Deutsches sind".Im Jahre 1825 fordert er Umbrcit in Heidelberg zur Herausgabe einertheologischen Zeitschrift auf. Sic erschien als „Theologische Studienund Kritiken" vom Jahre 1828 an. „Wir beginnen", schreibt Perthesan Umbrcit, „ein gemeinschaftliches Unternehmen, durch welches wir dieWahrheit und die Ehre Gottes fördern wollen; ich sage gemeinschaftlich,denn ich will meine Zeit, meine Kräfte und meine Habe daran setzen,um würdigen Männern Einfluß uud Einwirkung auf die Zeit verschaffenzu helfen. Einen Geldgewinn erwarte ich in diesem Falle nicht, dieSchwierigkeiten, welche der Buchhändler zu überwinden hat, sind zugroß"; und als Perthes verschieden war, schrieb die Redaktion: „Perthes