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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Beginn der Fremdherrschaft bis zur Reform des Börsenvereins im neuen Deutschen Reiche / Johann Goldfriedrich
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Volksbildung. Mode. Vertrieb.

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der Breslauer Druckerverlegcr Johann August Barth (gest. 1818) ausEngland zuerst nach Deutschland verpflanzt haben soll schwoll empor.Das buchhäudlerische Abzahlungsgeschäft tauchte auf: im Jahre 1830bot die Hartmannschc Buchhandlung in Leipzig (Inhaber Friedrich Volck-mar) die Lieferung des Brockhausschcn Konversationslexikons, auf ein-mal vollständig, bei einer Bezahlung in drei Terminen (bei Empfangdes Werls, nach drei und nach sechs Monaten) an. Über den altenRahmen süddeutscher Gewohnheiten hinausgehend, gewann der Bertriebder Volks-, Bürger-, Baucrnfrcundc, der Volksbücher, der Pfennig-littcratur durch Hausierer und Subskribentensammlcr, aber auch derVertrieb großer Sammelwerke, umfänglicher Gesamtausgaben durch sub-skribcntcnsammclnde Reisende eine neue Ausdehnung und Bedeutung:wie Meyer in Hildburghausen seine Lieferungsausgaben, so vertrieben aufdiesem Wege Bernhard Friedrich Voigt in Weimar das Niesenwerk desSchauplatzes der Künste und Handwerke", Cotta seine billigeren Goethe-und Schillcrausgabcn und überhaupt die Stuttgarter (C. Hoffmann,Rieger, Schcible ^ Co. u. a.) ihre großartigen Hesterschcinungen.

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