348 9- KapiKl: Weitercnlwickcluug des Geschäftswelt. 1815—18«i7.
von etwa ^/z "/„ üblich. Für die Mcßbesorgung (Konferieren, Öffnen undOrdnen der Rcmittcndcu) galt der Satz von 15 Rthlrn. und mehr, fürBesorgung der Meßkasse (Durchrechnen und Quittieren der Posten,Diffcreuzen) der Satz von ^/z "/<>- Ms Norm für die Berechnung desLagerzinses stellte Volckmar die Höhe des Preises aus, den der Verlegerfür eine eigene Niederlage einschließlich städtischer Abgaben zu zahlen habenwürde. Hier uud dort blieb man noch länger bei der alten Art derSpescnberechnung; aber allgemeiner Gebrauch war in den fünfziger Jahrendie Berechnung nach den einzelnen Bestandteilen der Arbeit. AlsVolckmar im Jahre 1858 in seinem Verkehr mit Herder in Freiburg zu dem neuen System überging, sehen wir hier im konkreten Einzelfallin der That die vier Ansätze, die das „Memorandum" vom Jahre 1846im allgemeinen für Ausliefcruug (Barpakete), Kasse, Meßbcsorgung undMcßkasse angegeben hatte; das daneben als fünfter Bestandteil auf-geführte Kommissionshonorar (Kommissiousgcbührcu) beträgt 45 Nthlr.Nach dem alten System bezahlte Herder 120 Rthlr. Gesamtkommissions-gebührcn; Volckmar betonte, daß die Gesaintkommissionsgebühr nachder neuen Bcrechnungsart weniger als 120 Rthlr. ausmache. Für denKommissionär seinerseits bestand ein Teil der Unkosten im „Einschlag",d. h. einer Abgabe an die Leipziger Aufläderkompagnic; Volckmar zahltein den fünfziger Jahren 1 guten Groschen für Kolli bis zu einemEentner, für größere weniger.
Der Verfasser der obengenannten Schrift aus dem Jahre 1825:„Der Buchhändler", nahm uur zögernd Abschied von dem alten per-sönlichen Mcßbesuch und sah mit einem Gefühl der Unsicherheit, einergewissen Beängstigung in die Zukunft der unpersönlichen Abrechnung.Wenn die eingesandten Saldi unrichtig sind? Gar nicht zu reden vonZahlungen, die spät oder gar nicht erfolgen! Und es wird „fast immerzu wenig gerechnet und zur Jubilatcmesse von den in Leipzig nicht an-niesenden Buchhändlern zu wenig bezahlt". Bei persönlicher Zusammen-kunft war das doch ein ander Ding. Jetzt muß an den abwesendenschlechten Rechner und Zahler eine neue Berechnung gesandt werden;die Antwort heißt: „Ich habe den noch schuldigen Saldo Ihnen gut-geschrieben oder auf das künftige Jahr übergetragen"; und wenn sie lautet:man habe dem Kommissionär Auftrag zur Zahlung gegeben, und derKommissionär weiß nichts davon? Jenes, meint der Verfasser, ist häufig,