450 10. Kapitel: Die Reformbewegung bis zum Ausgang der sechziger Jahre.
daß bci Licfcrungswcrkcn, Zeitschriften u. s. w. im Verlaufe des Er-scheinens die ursprünglichen Bezugsbedingungen nicht zum "Nachteile desSortimcntcrs verändert würden, daß bei Zeitschriften der von dem Ver-leger für das Publikum aufgestellte AbonncmentSmodus auch als Modusder Berechnung gelte, daß Vorausbcrcchnuugen sich auf die Teile solcherWerke beschränkten, die nur komplett abgelassen würden uud deren Teilekeinen Einzelpreis hätten, endlich daß Neuigkeiten nur bis Ende No-vember, Fortsetzungen uud Verlangtes nur bis Ende Dezember, Zeit-schriften nur bis 15. Januar des neuen Jahres in alte Rechnung ver-sandt würden. — Der Vorstand wurde aus deu Männern Rudolf Rechnerals Vorsitzendem, Dominicus als stellvertretendem Vorsitzenden, Hacndke,Baedeker und E. E. Müller gebildet.
Im November 18li3 versandte der Vorstand des Vereins derdeutschen Sortimcntsbuchhändtcr eine Denkschrift, die die Ziele undAufgaben des Vereins nochmals darlegen und rechtfertigen sollte, einJahr darauf (Oktober 18«>4) abermals ein ähnliches Rundschreiben:„Wiedereinführung des Drittel-Rabattes als Regel" und „Einschränkungdes modernen Antiquariats" sind die beiden Hauptpunkte; die Zurück-dräugung des Rabatts in Rechnung zu Gunsten des Barbezugs ver-binden beide, zur Zerstörung des festen Ladenpreises und eines leistungs-fähigen Sortimentsbuchhandels führen beide.
Der Verein rüstete sich mit den Waffen eines eigenen Organs undeines Vereinsgeschästcs aus. Die „Mitthcilungcn für den deutschenSortimcnts-Bnchhaudcl" wurden auf die Grundlage des möglichst billigenPreises für Inserate bci der größten im Buchhandel möglichen Ver-breitung durch Gratisvcrscndung au alle Buchhändler gestellt; der Inhaltbestand vor allem in einer, und zwar nach Wissenschaften geordnetenbibliographischen Übersicht; den Inseraten war ein Wahlzettel beigegeben.Das „VereinSgcschäft der deutschen Sortimcntsbuchhändlcr", das vonC. Ed. Müller in Bremen angeregt uud dessen Leitung in die HändeWilhelm Einhorns (E. F. Steinackcr) in Leipzig gelegt wurde, war be-stimmt zur gemeinsamen Ausführung der festen Bestellungen auf Lager-artikel oder Novitäten, um die durch Partickäufc erzielten billigen Preisemich dem Besteller einzelner Exemplare zukommen zu lassen; die „Mit-thcilungcn" hatten der Vorbereitung der Partictaufe zu dienen.
Der Vcrlcigshandcl nahm die Begründung des SortimcutcrvcreiuS