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12. Kapitel! Die Rcformbewcgung bis 1389.
(Berlin), Ernst Seemann (Leipzig), Paul Parey (Berlin ; er war bei denVerhandlungen nicht anwesend), Arnold Bergstracßcr (Darmstadt ) ,Oscarvon Hase (Leipzig ) und aus neun gewählten Mitgliedern, deren Wahlmit Rücksicht darauf erfolgte, daß der Ausschuß möglichst Vertreter allerRichtungen enthielte: Albert BrockhauS (Leipzig), Alexander Franckc (Bern ),Wilh. Köbner (Breslau), Theod. Lampart (Augsburg ), Otto Mühlbrecht(Berlin), Justus Naumann (Leipzig), Ferdinand Springer (Berlin ),Emil Strauß (Bonn) und Franz Wagner (Leipzig ); seine Verhandlungenfanden am 30. Juni, 1. und 2. Juli 1887 statt. Die neuen Satzungensollten, mit Kröners Worten gesprochen, „den Sortimentsbuchhandel,insbesondere den der Provinz, schützen gegen den ihm dnrch die Preis-schleuderei einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Firmen drohendenRuin". Der Ausschuß legte durch behördliche Gutachten fest, daß dieim Sinne Kröners beabsichtigte Statutenänderung in keinem Widerspruchzu der bestehenden Gesetzgebung stand und, da eine eigentliche Änderungdes Gcnossenschaftszweckes im Sinne des Z 13 des Gcnosscnschaftsgcsetzcsvom 15. Juni 1868 durch die zu Z 1 der Statuten vorgeschlageneÄnderung nicht eintrat, es sich vielmehr nur um eine Änderung der zurErreichung des Zweckes dienenden Mittel handelte, den Nachweis des Ein-verständnisses aller einzelnen Mitglieder beizubringen nicht erforderlich war.Die Gesamtanschauung des Ausschusses stand mit den Ansichten Krönersim Einklang. Einen schneidenden Gegensatz bildete der Standpunkt Ferdi-nand Springers aus Berlin . Er wiederholte, daß die Bekämpfung derSchleuderet durch den Börsenvcrein der Gewcrbefreihcit, dem bisherigenstatutengemäßen Zweck und den Beratungen' uud Versicherungen vonKantate 1880 widerspreche. Sollte die Statutenänderung aber dennoch be-schlossen werden, dann sei auch der Vcrlcgcrzwcmg, d. h. die Ausschließungdes Verlegers, der entgegen den Anordnungen des Vorstandes demSchlcudcrcr wcitcrlieferc, einzuführen. „Lehnt man eine solche Bestim-mung ab, weil man an die Möglichkeit der Durchführung nicht glaubtund den Widerstand der Verleger fürchtet, nun so ist die ganze Statuten-änderung eine Farce." Weiter als Kröncr wollten auch jetzt noch undwieder Emil Strauß als Vertreter der Rheinländer und Alexander Franckcaus Bern gehen, die sich für das Barskonto von 5"/g bei Barzahlungoder bei einer Jahresrechnung von mindestens 50 Mark einsetzten. Straußbetonte dabei als den Hauptpunkt, daß das Unrichtigste uud Gefährlichste