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Mit ihr legte auch die Füsilierbrigade die Waffen nieder.185 Offiziere und 4000 Mann mit 2000 Pferden gerieten inschmähliche Gefangenschaft.
Ein Teil der preußischen Reiterei, die nach Schönermark hatteherankommen sollen, um die Sicherung der Hohenloheschen Haupt-kolonne zu übernehmen, von dieser aber durch die Franzosen schongetrennt worden war, erreichte freilich auf nördlichen UmwegenStettin und begehrte Einlaß. Aber das Unerhörte geschah, daßder preußische Gouverneur, der 31jährige General v. Romberg,den Truppen der eigenen Armee den Durchzug verwehrte, da erschon mit den Franzosen in Unterhandlung getreten sei.So bog denn die Kolonne vor den eigenen Waffenbrüdern aus,um in Vorpommern Schutz zu suchen, traf mit anderen Heer-trümmern an der Peene zusammen und hielt den Flußlauf einenTag lang gegen die nachfolgenden Feinde, benutzte aber die Zeitnicht, um sich auf die Insel Usedom zu retten. Als dann dieNachricht eintraf, Stettin sei an die Franzosen übergegangen, daentschlossen sich auch ihre Führer, die Waffen zu strecken, und am1. November legten 1100 Infanteristen und 1078 Reiter vor einerkleinen Schar französischer Kavallerie, mit der General Beker ihnengefolgt war, die Waffen nieder. Auch die Artilleriekolonne, welcheBlücher und Scharnhorst so glücklich um den Westfuß des Harzesherum geführt und vor den Verfolgern gerettet hatte, erlag demgleichen Geschick. Von Massenbach nördlich ins Mecklenburgischeentsendet, stieß sie dort auf passiven Widerstand. Die Bevölkerungverweigerte ihr, wie den Angehörigen einer fremden Macht, dieLieferung von Futter. Nach Anklam heranzurücken verbot ihrGeneral von Bila, und der Führer wußte sich nicht anders zuhelfen, als am 30. Oktober Geschütze, Fahrzeuge und 600 Pferdean den Feind auszuliefern. Nur die kleine Bedeckung vonKürassieren, die sie bei sich gehabt hatte, ritt auf und davon. Er-freut berichtete Marschall Bernadotte über die unerwartete Beutean den Kaiser und lobte das prächtige Aussehen sowie die Ordnungder Truppe, die so widerstandslos in seine Hand fiel.
Weit ärger als alles dieses war, daß der Gouverneur vonStettin den ihm anvertrauten Platz, der mit Geschütz, Kriegsbedarfund Lebensmitteln reich versehen war und eine lange Belagerunghätte aushalten können, nach kurzer Verhandlung in der Nachtvom 29. zum 30. Oktober an die französischen Husaren des Generals