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1 (1910) Im Zeitalter Napoleons
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282 IV. Die Befreiungskriege

Hierzu stellte der Kaiser das 14. Korps mit dem ö. Kavallerie-korps unter St. Cyr bei Dresden und Pirna , das von Nordenherangezogene 1. unter Vandamme bei Bautzen auf, bei Zittau das 2. und 8. Korps unter Victor und Poniatowski mit dem4. Kavalleriekorps. Zusammen waren es 99 000 Mann, von denen6070000 schnell bei Dresden versammelt sein konnten, wenndort Gefahr drohte, ohne daß die Grenze entblößt wurde. DieGarden und das 1. Kavalleriekorps, 75 000 Mann, hielt der Kaiserbei Görlitz bereit. Das 3. Armeekorps, Ney, mit dem 2. Kavallerie-korps, das 5., 6. und 11. Korps, Lauriston , Marmont, Macdonald,130000 Mann, blieben den Verbündeten in Schlesien gegenüber.Sie standen bei Liegnitz, Goldberg, Bunzlau und Löwenberg. BeiLeipzig war zum Schutze der großen Vorräte eine Division zurück-gelassen worden.

Eine breite Naturstraße, einen sogenannten Kolonnenweg, ließder Kaiser von der Bautzen-Dresdener Straße ab über Stolpen gegen Königstein anlegen, um das Heranführen starker Truppen-massen zum Schutze der sächsischen Hauptstadt zu erleichtern.Kriegsbrücken entstanden bei Pirna und Königstein . Die Haupt-etappenstraße lief über Leipzig, Naumburg, Erfurt, Kassel nachMainz, eine andere für den linken Flügel von Hamburg überHannover nach Wesel .

So stand sein Heer am 16. August 1813, als der verlängerteWaffenstillstand endgültig ablief.

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Nach dem Abrücken des größeren Teils der russisch-PreußischenKräfte aus Schlesien , das am 7. August begann, marschierten dieVerbündeten dem Kaiser gegenüber folgendermaßen auf:

Die Hauptarmee, bestehend aus den drei österreichischen KorpsPrinz von Hessen-Homburg, Gyulai und Klenau, sowie den leichtenösterreichischen Divisionen Liechtenstein und Bubna, dem russischenKorps Wittgenstein , den Garden und Reserven des GroßfürstenKonstantin, sowie den: Preußischen Korps Kleist, im ganzen230000 Mann mit 750 Geschützen an der Eger unter dem FürstenSchwarzenberg und den ihn begleitenden Monarchen. Nur dieleichte Division Bubna war am rechten Elbufer verblieben. Überden russisch -preußischen Heerteil führte Barclay den gesondertenOberbefehl.