Z42 IV. Die Befreiungskriege
Rechts zwischen Partha und Pleiße standen: das österreichischeKorps Klenau bei Pomssen (vgl. Skizze 36), links daneben bisgegen die Pleiße hin das preußische Korps Kleist und das 2. russische Jnfanteriekorps. Nach Güldengossa zu war das Korps Wittgensteinvorgeschoben, ebenso die russische Kavallerie unter Pahlen , hinter dervorderen Linie das russische Grenadierkorps bei Espenhain . Eswaren 84000 Mann mit 434 Geschützen, die Napoleons Haupt-macht, nämlich dem verstärkten Heere Murats, gegenüberstanden, anArtillerie freilich um 77 Geschütze überlegen, an Streitern um12 000 Mann schwächer.
Die zweite Gruppe bildete das österreichische Korps Meerveldt,die österreichischen Reserven und die russisch-Preußischen Gardenzwischen Pleiße und Elster. Sie war, 46000 Mann mit 43 Ge-schützen stark, eng um Audigast nordöstlich Pegau vereint. Schwarzen-berg und Kaiser Alexander befanden sich in ihrer Nähe zu Pegau ,die beiden anderen Monarchen in Altenburg .
Westlich der Elster an der großen Straße von Weißenfels nach Leipzig stand die dritte Gruppe, das österreichische Korps desGrafen Gyulai, bei dem sich die Freischaren von Thielmann undMensdorff, sowie die leichte Division Liechtenstein befanden, imganzen 22 000 Mann und 54 Geschütze, bei Markranstädt undLützen .
Weiter rückwärts traf Graf Colloredo , später als die übrigenKorps aus seinen Stellungen vor Dresden abberufen, mit 20 000Mann und 48 Geschützen bei Penig ein, zwei starke Tagemärschesüdöstlich Leipzig . Auf sein Eingreifen war für den 16. Oktobernicht zu rechnen.
Dagegen stand die schlesische Armee der böhmischen nahezur Seite. Blücher hatte allen Aufforderungen des Kronprinzenvon Schweden , hinter die Elbe zurückzukehren, widerstanden undwar am 13. Oktober bei Halle geblieben, während jener nachKöthen zurückmarschierte. Am nämlichen Tage wurde vou derschlesischen Armee stark gegen Leipzig erkundet und in Erfahrunggebracht, daß bedeuteude Kräfte des Feindes sich dort zusammen-zögen. Am 14. folgte die sichere Nachricht vom Abmärsche Na-poleons auf Leipzig . Tags darauf rückte Blücher bis in die Gegendvou Schkeuditz vor, ließ aber zur näheren Verbindung mit demlinken Flügel des böhmischen Heeres den General St. Priest vonMerseburg südlich der Elster nach Güntersdors marschieren. So