ergebnislos verlaufen war, und er in seinem einst an Mitteln un-erschöpflichen Geiste jetzt keines mehr fand, um sich zu behaupten.Noch einmal gab er am 5. April Befehle zum Abmarsch nach derLoire , nahm sie aber wieder zurück und entschloß sich am 6. end-gültig, bedingungslos abzudanken. Der Senat in Paris prokla-mierte Ludwig XVIII. zum König, die Armee erfuhr, daß durch dieMarschälle ein Waffenstillstand geschlossen sei, und am 12. Aprilunterzeichnete der Kaiser die Urkunde, durch die er dem Throne ent-sagte. Das Spiel war aus, das große europäische Kriegsdramaeinstweilen beendet, wenn ihm ein Nachspiel auch noch folgen sollte.
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Auf den Nebenkriegsschauplätzen trat allmählich der Stillstandgleichfalls ein. Der Kampf hörte auf, je nachdem der Zusammen-bruch der Napoleonischen Herrschaft bekannt wurde.
In den Niederlanden kam es am 9. April, gerade in demAugenblicke zum Abschluß der Waffenruhe, wo endlich Entscheiden-des in Aussicht zu stehen schien.
Auf dem südfranzösischen Kriegsschauplatze trat dasGleiche am 12. April ein. Am 16. erklärte sich Augereau fürden König — seinen alten Gebieter und Wohltäter Napoleon schnöde verlassend.
In Italien endeten die Feindseligkeiten am 17. April. Am24. kam es zum Abschluß einer Militärkonvention zu Mantua,der zufolge die Franzosen Italien vollends räumten.
Nur auf dem Kriegsschauplatz an den Pyrenäen bliebein letzter gewaltsamer Schlußakt nicht aus. Am 10. April griffWellington Soult in seinen verschanzten Stellungen an und schlugihn in der entscheidenden Schlacht von Toulouse , die die Fran-zosen über 3000 und die Verbündeten an 4500 Tote und Ver-wundete kostete. In der Nacht zum 12. April zogen die Franzosen ,noch immer in guter Ordnung, in der Richtung gegen Carcassonneab, um sich mit Suchet zu vereinigen, der bis dahin Catalonien und Aragon behauptet hatte, nunmehr aber längs der Küste aufNarbonne zurückging. Erst am 13. April ging die Kunde von dergroßen Veränderung in Frankreich beim Heere ein, und am 19.erfolgte der Waffenstillstand sowie die Anerkennung der neuenRegierung.
Auch vor den Festungen hinter den verbündeten Heeren