„Ihr schwärmt entzückt mit begeisterten BlickenFür die Freiheit der Länder, die ohne Fabriken."
Kber die andern Nationen waren weit entfernt, demSirenengesänge der Freihändler zu folgen. Fr. Listforderte die allseitige Ausbildung der menschlichen Fähig-keiten für die Nation auch auf wirtschaftlichem Gebiete,-er forderte neben der Landwirtschaft, insbesondere für dievereinigten Staaten und für Deutschland , den Ausbau desGroßgewerbes und der Schisfahrt. Eine Nation ohneIndustrie schien ihm „ein Individuum mit einem Arm,das sich eines fremden Armes bedient, dessen Beihilfe esaber nicht für alle Fälle versichert ist". Eine Nationohne Schiffahrt war ihm „ein Vogel ohne Flügel, ein Fischohne Flossen, ein zahnloser Löwe, ein Hirsch an der Krücke,ein Ritter mit hölzernem Schwert, ein Helote und einUnecht der Menschheit". Großbritannien aber war da-mals der Industriestaat und der Frachtführer derWelt. Daher wandten sich die Bestrebungen Listsnatürlicherweise gegen England . Auf die Wasserkantewar der Blick dieses großen Süddeutschen gerichtet, dereine ferne ZuKunst vorausnahm. „Ihr aber," rief erseinen Landsleuten zu, „die ihr gegen die Wiederkehrgallischer Herrschaft eifert, solltet ihr es erträglicheroder ruhmvoller finden, daß eure Ströme und Häfen,eure Ufer und Meere fortan unter dem Einfluß derbritischen stehen?"
Den Ratschlägen Lists folgend, errichteten die ver-einigten Staaten und Deutschland hinter Schutzzöllen einausblühendes Großgewerbe. Mit der Zeit entwickelten sieeine gewerbliche Ausfuhr, die bei der großen Aufnahme-fähigkeit Englands sich vielfach gerade dem englischenMarkte zuwandte. Vagegen verharrten sie — selbst aus-suhrfähig geworden beim Schutzzoll und erschwerten