es lebend schauen würden!" ^) „Deutschland steht fürderhinauf eigenen Füßen," bemerkte Tarlyle bereits in einemBriefe an Neuberg vom 23. 5lugust l866, „es wird nichtmehr auf der Landstraße zergliedert werden, sondern allenKrten von Napoleons und hungrigen, schmarotzendenHunden mit blankem Stahl in der Hand und einem ehr-lichen Ziel im herzen entgegentreten — dies scheint mirdie beste Nachricht zu sein, die Europa seit vierzig Jahrenoder mehr gehört hat. Möge der Himmel das Werksegnen!" „von keinem so merkwürdigen Kriege," schriebTarlqle in sein Tagebuch im September l87v, „habe ichje gelesen, und ich erwarte, daß seine Resultate heilsamer,großartiger und hoffnungsvoller sein werden, als die vonirgendwelchen Kriegen meiner Zeit." ^) Indem Deutsch-land „den Vorsitz in Europa " angetreten habe, meinte er,sei für Europa eine weitere Frist von mehreren Jahr-hunderten gestellt zu dem versuche, die in ihm vorhandenenKeime des sozialen Neuaufbaues zu entwickeln.
Kuch öffentlich hat Tarlqle seine Stimme zu GunstenDeutschlands erhoben. Nlan erinnere sich, daß mit dervölligen Niederlage Frankreichs die britische Volksstimmungscharf gegen Deutschland aufwallte, insbesondere alsDeutschland aus territorialer Abtretung bestand. Zu derZeit, als die Wogen der Entrüstung in England am höchstengingen, veröffentlichte Tarlr/le seinen vielbeachteten Briefan die Times (vom N. November l87L>): Die Fremdherr-schaft, welche Napoleon in Deutschland aufrichtete, sei nichtder erste, sondern der letzte Kkt einer Neihe von Miß-handlungen gewesen, die Deutschland von Frankreich er-litten habe - darum sei Deutschland in vollem Necht, seineGrenze zu befestigen- die Zurücknahme des Elsaß undLothringens werde nicht nur für Deutschland , sondern füralle Welt zum heile ausschlagen, sogar für Frankreich .Bei dem Einfluß, den Earksie damals aus seine Landsleute