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England und Deutschland / G. von Schulze-Gaevernitz
Entstehung
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d. i. etwa 60 v. k). Der Anteil am Weltschiffbau sank1894/1904 bei Großbritannien (ohne Kolonien) von 79auf 61 v. h. und stieg bei Deutschland von 9 auf 10 v. H.

Nicht minder handelt es sich um Interessengemeinschaftwie Interessengegensatz auf dem Gebiete der in-dustriellen Ausfuhr.

Nächst Großbritannien hat kein Land ein gleichesInteresse wie Deutschland an der Gsfenhaltung der Märkteund an kolonialen Absatzgebieten. In allen Zonen be-gegnen sich deutsche und britische Waren. Zwar bahnt sichzwischen beiden Mächten aus vielen Gebieten eine Arbeits-teilung an, da Deutschlands Industrie vielfach mehrchemisch als physikalisch gerichtet ist. Trotzdem berührtDeutschlands gewerblicher Ausstieg die britische Vorherr-schast in einzelnen Punkten außerordentlich schmerzlich.

In der Erzeugung von Eisen und Stahl ist Groß-britannien bekanntlich von Deutschland überflügelt worden,(vergl. Tabelle 58). In der Ausfuhr von Eisen undEisenwaren streift Deutschland heute an Großbritannien heran, hinter dem es zu Beginn der achtziger Iahre nochhoffnungslos zurückstand.^)

Man denke serner, um an einen immerhin nichtunwichtigen Einzelfall zu erinnern, an die Industriedes künstlichen Indigo. Veispielshalber hierüber einige An-gaben.^) vor Iahrhunderten vernichtete der von Westenher vordringende Indigo ein Schützling des westeuro-päischen Merkantilismus die deutsche Waidkultur undWaidfärberei, das Gewächs spätmittelalterlicher Stadt-organisation. Der Indigo war eine Waffe des britischenKapitalismus, sowohl des kolonialen als des textil-industriellen. Iohann Heinrich Schneidler, Schönfärber inHannover , schrieb 1803 in einem Aufsatz über die Baum-wollfärberei:Die Engländer sind einmal hierin jederanderen Nation zuvorgekommen? durch ihren National-