43
Noch mehrere Sprecher hatten sich angemeldet, dochdie allgemeine Heiterkeit welche immer mehr und mehrüberhandnahm, ließ c6 nicht zn, sich ferner noch ver-ständlich zu machen. Gegen 8 Uhr verließen die Theil-nehmer den Festsalon. Zwei stark besetzte Mnsikchöre har-ten abwechselnd wahrend der Tafel die schönsten Musik«stücke vorgetragen und jeder begab sich erfreut über diesclivne Anordnung des Ganzen nach Hause. E6 herrschtehier durchgehend im höchsten Grade Anstand und Fröhlich-keit; bei so vielen Theilnehmern ist auch nicht die geringsteStörung bemerkt worden.
Noch müssen wir erwähnen das auch für die Lehrlingeder meisten Buchdruckereien indem sogenannten alten Peters-Schiesigraben von ibren Prinzipalen ein Festmahl verau»staltet worden war, wo unter zweckmäßiger Aufsicht121 Buchdrucker- und Schrifrgießer- Lehrlinge von HerrnGastwirrh S ch m i d t gespeist wurden.
Schon um 9 Uhr sah man die Anstalten zur freiwil-ligen Erleuchtung der Stadt im vollen Gange und der ru-hige Beobachter, welcher sowohl die rege Theilnayme nn-serer königlichen, wie auch städtischen Behörden, sowie denEifer jedes einzelnen erblickte, konnte das Gefühl derNüh-rung und Bewunderung nicht unterdrücken. Die kö-niglichen und Rathogebaude die alle zu nennen zu weit-lauftig werde» würbe, waren auf das glänzendste crleuch«tet. Jedoch müssen wir die vorzüglichsten Transparentswelche uns zu Gesicht gekommen sind, der Vollständigkeithalber noch aufführen.
Zunächst dem Festsalon zeichnete sich das dem Buchdrücke-reibesitzer und Stadtrath Hrn. Te u b ner zugehörige Haus,der neuen Post gegenüber, vorzüglich aus. Vor demsel»ben zeigten sich drei Tableanx: rechts und links Mainz und Leipzig von der aufgehenden Sonne beleuchtet, und