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burtdes Hasses und der Finsterniß und es bleibe in ewiger Finster-twjj begraben. Was aus dem Schooße der Gottheit hervorging, istGemeingut, gehört keinem bevorrechteten Stande, keinem Volkallein mehran; wies auch in mancher Einzelheit sich auspräge, inseiner Totalität tragt es das Zeichen der Göttlichkeit an sei-ner Stirn. Der göttliche Geist im Menschen, der in Liebesich offenbart und in Wahlheit, er soll durch die mit derErfindung der Buchdruckerkunst hervorgerufene Verbreitungdes Wissens zum lebenoigcn Bewußtsein seiner Größe kom-men, und so lassen Sie uns denn in jener hohen Kunst ei-nen Lichtengel erblicken, den Gott von seinem Throne her-abgesendet, daß sein Wort wahrhaft geläutert werde, . daßdas menschliche Gemüth Das als sein Eigenthum erfasse,was göttlich ist; und des Gemüthes Lebensguell ist Liebe.Darum soll nun dieses vierte Sacularfest bekunden^ daß wirden Inhalt des Segens begriffen: es sei uns ein religiösesFest: es trage die hohe Inschrift Liebe an sich. Lassen Sieuns es feiern, lassen Sie uns es so unsern Nachkommen überge-ben, auf daß sie von heute in hundert Jahren sich abermals andiesem Lebensborn stärken. Da sollen sie sich errinnern, daß ihreVäter vor hundert Jahren ein Fest feierten, das dem gan-zen Menschengeschlechte heilig sei; da sollen sie gedenken, daßein edler König regierte, die Wissenschaft und Kunst förderteund in der Liebe, die die Bewohner dieses Landes ihm zoll-ten, seinen höchsten Lohn fand; da möge ihnen gegenwärtigsein, daß Liebe, die Alle umfaßt und keinen Unterschied desGlaubens kennt, das Ziel sei, zu welchem Gutenbcrg's Ge-nius hinleiten will. Darum sei hochgeehrt für alle ZeitenJohann Gutenberg und Alle, die ihm nachgestrebt; darumlebe hoch der König, der in Liebe uns alle seine Unterthanenhegt; darum sei Der geehrt, der die Fesseln der Liebe ab-streift, der im Menschen nur dem Menschen erkennt; darumsei dieses Fest uns, dem Vaterlande, der Mitwelt, dem ge-summten Menschengeschlechte zum Segen!"