41
innigsten Wunsch anssprechen. So blühe und gedeihe siedenn, so verbreite sie denn fort und fort Licht und wirkekräftig und immer kräftiger, die Fesseln brechend, die ihrerfreien Wirksamkeit und dem ungehemmten Ausfluß ihrerSegnungen Schranken sehen. So lebe sie denn, sie lebehoch in ihren Jüngern und Priestern!"
Herr Pastor Behr aus Schwarzeuberg brachte demfernern Gedeihen des Buchhandels einen Toaft, und derHerr Oberrabdiner Franke! aus Dresden beschloß dieReihe der geehrten Sprecher.
,, In der Feier, die, hochverehrte Herren ! der Erfindunggilt, durch welche der menschliche Geist gleichsam verjüngtsich erhob, um der Quelle des Forschens und des Wissensin hehrer Begeisterung zu nahen, möge auch ein Wort derErinnerung an Jene, die aus dem sich neu eröffnenden, se;gensreichen Vorn zu schöpfen verstanden, sich einmischen.Von Johann Gutenberg ging aus das Licht, das in rauscnd-fachen Radien sich verbreitet, deren Glanz auf ihn wiederzurückstrahlt,- doch wer den Flug eines hohen Geistes zu er»fassen und seinen Segen zu benüben vermag, bekundet nichtselten eine Befähigung, die der Genialität Jenes sich wür.'big anreiht. So mögen denn die Namen der Soncini,Vomberg und anderer Heroen der hebräischen Buchdrucker/kuust an diesem hohen Fest eine ehrenvolle Erwähnung sin/den. Die Früchte, die ihr Fleiß trug, auch sie sind nichtminder zum Segen kommender Jahrhunderte geworden; undwelche Zukunft thut sich noch vor unsern Augen auf! Dieheiligen Urkunden, die ältesten göttlichen Monumente, tratennun allgemein ans Licht, wurden weithin verbreitet; nichtmehr stehen sie dem menschlichen Geist in jener Nebelferne,zu der er sich nicht heranzunahen wagt; sie sind ihm nunlichtvoll, er sonnt sich ihnen: das Wort Gottes soll eilige*mein werden — das Wort Gottes und mit ihm das derLiebe; sie einigt sich mit dem Lichte. Was verkündet wird,es muß das Licht vertragen; wo nicht, so ist cs eine Ge.'