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I. Fr. Glück, folgendes sinnreiche Gedicht, ans Doppel-Sabon Fraetur gedruckt und mit Guirlanden schön verziert,erleuchtet. In dem mittelften Fenster aber die Statue vonGuteuberg aufgestellt und bekränzt:
Was wirkt und schaffet hier an diesem Orte,WaS reget sich in steter Emsigkeit?Ein Himmelslicht entsteigt der Eiscttpfertc,Der Driickerprcssc ist der Raum geweiht. ,
Hier kleiden sich Gedanken schnell in WorteUnd schlagen zündend in das Rad der Zeit.DcS Körpers 'Asche mag der Wind verwehen,Des Geistes Werk kann nicht mehr untergehen.
In deinen, Ccheeße hast du sie erzeugetDie hohe Kunst, mein deutsches Vaterland,?tn deinem Busen hast du sie gcsäuget,Hast sie gepflegt mit deiner treuen Hand.
Nie-wird dein Haupt, das siegende gebcugct,Dein Reich blüht ewig, himmlischer Verstand,Ein Gntenbcrg verlieh' die besten Waffen,Durch Nacht und Graus dir Sieg und Recht zu schaffen.
An der Dresdner Straße im neuen Anbau vor demGrimmaischen Thore, am Hause des Amerikanischen Cvn-sul Herrn Dr. Flügel, war folgendes Transparent:G u t e n b e r g.Ich bin das A u n d das O,links der Rame Koster und rechts der Name Schvffer,in der Mitte eine Abbildung der ersten und ältesten Bnch-druckerpresse, worunter zu lesen war: Und es wardLicht. Darunter der Name: Fr an kl in und unter dem-selben das Wapven der vereinigten Staaten von Nord-amerika in weiß und rothem Felde. Unter demselben weh-te die amerikanische Standarte. Auf der Cvnsnlatöwoh-nnng die Sächsische und die Amerikanische Flagge.
Auf der Nicviaistraße bei Herrn Lange, erblickteman Guteuberg in seiner Werkstatt, er hält ein Blattwo-rauf eiu Psalm gedruckt ist in der Haud und darunter steht:Was ist es, das man preist, —Die Ersindung für den Geist! —