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Beschreibung aller bei der vierten Säcularfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst am 24. 25. und 26 Juni 1840 in Leipzig stattgefundenen Feierlichkeiten : ein Denkmal für die Mit- und Nachwelt
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UZie schwach bet Anbeginn,Il>r dankt man licht'rcm SinnSo Fried' dem ErdentbümDcm höchsten ©eist zum Ruhm.

Am bairischen Bierketter des Herrn Kegele amMarkt war zu lesen:

Hcut' feiert man liier bei gutem Bier, Da6 gute Weik vom Gulenverg.

Weiter nnten in der Nicolaistraße war zu lesen:

Aus Liebe und Verebrung ist es erstanden,Ruhm und Einigkeit mögen es beherrschen.Dann wird es an Freuden nicht fehlen.

Nicht minder schön waren die Transparents von HerrMann in der Hainftraße, das von Herrn I. H. Meierund Herrn Schrvter in der Petersstraße, doch hättenauf den Bilde des Herrn Meier durchaus nicht die Ein-l'leme des Landmanns fehlen Dürfen; den» wenn dasselbedie Huldigung Gutenbergs von allen Standen darstellte,warum sollte da heut zu Tage der Landmann ausgeschlvs-sen werden? Die vielen illuminirten Sonnen, in derenMitte man die Worte:diese Sonne (Guteuvergs) wird nieuntergehen" las, zeigten vvnder regen Theilnahme der Stadt.

Eines der sinnreichsten, obgleich das einfachste Trans-parent, war das von Herrn Dr. N., welcher das gauzeAlphabet und zwar jeden Buchstaben einzeln mit einemkleinen Kranze umgeben^ illumiuirt hatte, denn mit demAlphabete und dem ABC Buche, hatte ja Guten-berg den Anfang gemacht.

Unzählige Fahnen und Flaggen mit Wappen wehtenvon den Häusern, an der großen Feuerkugel waren nichtweniger als 50 theils g rnn und weiße theils gelb undblaue Fähnchen zu zahlen. Siebzehn Fahnen alleinschmückten die Bnchhändlerbvrse, ans deren Fenster rothegvldbesetzte Damastdecken hingen, viere auf der höchst ge-sckmackvollen Ehrenpforte bei Herrn Felsche. Ausseror-deutlich viele Buchdruckerwappen waren über die Straßen