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gezogen. Die Guirlanden welche Häuser und Straßenzierten waren unzahlig. Vor allen aber zeichneten sich dergoldene und silberne Bar mit seinem Wappen undGuirlanden aus.
Bis spat in die Nacht hinein wogten unabsehbareMenschenmassen, allgemein war der Jnbel, der durch fei«ne Unart, durch keine Störung unterbrochen wurde. ImTheater wurde an diesem Abende: der Feensee" vonAuber, welcher Oper folgender Prolog voranging , gegeben.
Willkommen und Grnß!Allen Theilnehmern an der vierten S a cularfeyerder Erfindung der B u ch d ruck erku n st gewidmet.
Seid willkommen, theure Gäste,Die zur trauten Lindcnstadt,- . Zum bedeutungsvollen Feste,Wunsch und Ruf gezogen hat!Seid gegrüßt, Ihr aus der Ferne,Seid gegrüßt, die hier geweilt.Alle, die ihr froh und gerneDieser Tage Feier theilt. —
Feicrglanz und Fcstgeprange,Zu der Tage Schmuck und Pracht,Frcndcnspicle für die MengeHat ein kluger Sinn erdacht;Aber zu des Fest's GelingenZiemt vor Allem: Fest es sinn!Diesen muß ein Jeder bringenAls den reichsten Fcstgcwinn. ■
Wohl ist jenes Werk zu preisen,Dessen Fci'r die Welt begeht,Wcil's in endlos weiten KreisenGlück und Wohlsrand ausgesät;Aber was auch zur VerbreitungDieser Güter ihm entspringt.Seine geistige BedeutungSich unendlich höher schwingt.
Denn die Presse hat erwähletSich der Geist zur lieben Braut,