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Beschreibung aller bei der vierten Säcularfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst am 24. 25. und 26 Juni 1840 in Leipzig stattgefundenen Feierlichkeiten : ein Denkmal für die Mit- und Nachwelt
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sitze feiner völlön Kraft zu gefangen bestimmt isr. lind auchniif diesem Felde geht von unserer Stadt neuerdings derVersuch aus, so weit die Verhältnisse schvn jetzt es gestatten,ein Organ des freien, geschlichen, politischen Geistes, eineVertretung echt deutscher Bildung hervorzurufen, die licht/scheue Leite eines verderblichen Servilismus aber entschiedden zu verneinen : ich meine die Leipziger allgemeine Zeitung,ein Institut, welches erst dann seine volle Bedeutung gewin-nen wird, wenn die Zukunft alle die Segnungen einer freienVerfassung, wie wir Sachsen sie genießen, dem gesammtendeutschen Volke znsi'ihit. Auf diese Zukunft der Presse, .inscu'sen Erwerb des deutschen Geistes, wird unser Fest, meineHerren, die Biicke des Vaterlandes" richten, zu solchen Hosftnnngeii jeden sreien Bürger seiner großen Gemeinschaft nn.-feuern, wenn ihm Goir die Begeisterung für die W.ihrheirlind den Muth, sich ihr zu widmen, in das Herz goß; weraber tbfa'i hier, nm dieses Fest zu seiern, und nicht in die/sem Sinne bewegt und in diesem Geist entschlossen! Undsomit, verehrte Herren, sei der zweite Tag unsers Festes,welcher zunächst der Besprechung unserer geistigen Interessengewidmet ist, eröffnet, und zu weiterer Unterhaltung freund-lichst eingeladen."Hierauf betrat der Buchhäudkr, Herr F r o ni m a n uciuö Jena, die Reduerbnhue und hielt folgenden Bortrcig-:,,Meine Herren! Der Redner, welcher soeben mit so vielFeuer und Begeisterung zu Ihnen gesprochen, hat mir dieMühe erspart, Ihnen den gegenwartigen gedeihlichen Znstanddes deutschen Buchhandels zu schildern; es bleibt mir nurnoch eine Pflicht der Dankbarkeit zu erfüllen gegen die hoheSl^atsregierung und die vaterländisch gesinnten Stande die/ses Landes, die alle Unternehmungen unsers Gemeingcistesmit Weisheit, Wohlwollen nnd Freigebigkeit unterstützt ha/den, nichl weniger gegen die Stadr nnd Universität Leipzig ,die uns stets mit Vereitwilligkeit entgegengekommen sind.Es ist zum Theil das Verdienst dieser unserer Beschützer und