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den die Wettrennen und das vom Somit«! veranstalteteSatthüpfen statt. Gegen 30 verschiedene Fahnen und alleJnsignien der Buchdrucker, Buchhändler und Schriftgiesser,sowie der andern Innungen, waren laugst der inneren Bar-riere um das Zelt aufgestellt, gewiß ein Anblick von einerseltenen Pracht. In diesem Zelte ward auch der Wein,sowie das Mutterfäßchen der löblichen Böttcher - In-nung und der große Kucheu, welchen die lvvl. Bäcker-Innung zu diesem Feste.als Geschenk an den Festcvmit«überbracht hatte, und der beiläufig gesagt 3.; Elle» lang,ziemlich zwei Ellen breit und 4 bis 5 Zoll hoch, und indem Backhanse des Herrn Backermeister Hertwig ge-backen war, woselbst er auch mehrere Tage zuvor dem Publi-kum zur Ansicht bereit gestanden hatte. Derselbe war mit einemschonen Zuckerguß versehe», worauf mit großen von Zuckerangefertigten Buchstaben die Worte:
AUS NACHT ZUM LICHT
zu lesen waren. Oben war die Jahrzahl 1440 und uu-ter den Worten zu lesen. Die Ecken waren mit Lyra'Sgeschmückt undschvn anznsehen. Um5Uhr fing die Verkeilungund Zerlegung dieses Riesenkucheusiu vielleicht 2U00 Stückchenan, welches von den anwesenden beiden ObermeisternHerrn G ebert und Herrn Seyfert mit großer Aufopse-rung und Humanität geschah, und wohl verdiente, von demComite anerkannt zu werden. Schade, daß wegen dermannigfaltigen Vergnügungen und Abwechselungen ein da-zn verfaßtes und gedrucktes Loblied des großen Kuchensnicht abgesungen werden konnte, was der Dichter desselbeneigentlich beabsichtigt hatte; es heißt:
M e I. Frisch aus, ihr Kameradc» :c.Frisch auf, ihr Genesse», herbei, herbei,Z»s Feld, zu dem Feste gezegen,Ein Jeder heur' tvacker und ln\iu) (ei; —So bleibt ilnn Fercima geMoge«,
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