fernung von 200 km blieben unverändert, ebenso der Aus-nahmetarif für Getreide und Mehl, soweit er niedriger warals der neue Tarif.
Ueber die Wirkung dieses Tarifs schreibt Dr. Perna-czyriski:
Seit Einführung des Staffeltarifs war bis zur seinerAufhebung am 1. August 1894 längere Zeit verstrichen,und derselbe konnte seine Wirkungen in je einem vollenJahre nach der ungünstigen Ernte von 1891 und der reichenErnte von 1892 sowie durch längere Zeit nach der ergiebigenErnte von 1893 äussern. Dieser Staffeltarif ermöglichteGetreide oder Mehl aus der Provinz Posen nach dem Westendes Deutschen Reiches zu versenden, wohin die Beförderunginfolge der hohen Frachten bisher ausgeschlossen war. Dieskann durch folgendes Beispiel nachgewiesen werden. ZurZeit des Staffeltarifs kostet die Tonne Getreide an Frachtvon Gnesen nach Plauen (523 km) 17.70Mk.
jetzt 24.70 „ 7Mk.mehrvon Gnesen nach Köln a.Rh. (807km)24.60 „
jetzt 40.30 „ l5.70Mk. „
die normalen Sätze schliessen hier einen Versand nahezuaus, da dieselben die Preisunterschiede ganz erheblich über-steigen. Trotz der Möglichkeit auf weite Entfernungen Ge-treide zu versenden, hat der Staffeltarif nicht eine wesentlicheVerschiebung in den Absatzgebieten für das in der ProvinzPosen geerntete Getreide zur Folge gehabt. Schlesien ,Mitteldeutschland (d. h. Königreich Sachsen und ProvinzSachsen mit Thüringen) und Brandenburg mit Berlin habennach wie vor über 90 °/ 0 des Versandes der Provinz Posen an Brotgetreide aufgenommen. Allerdings hat der Versandan Brotgetreide nach Sachsen in einer Entfernung über400 km gerade während der Zeit der Staffeltarife bedeutendzugenommen, er hat sich im Jahre 1893 sogar verdoppelt,während er nach Schlesien in einer Entfernung über 200 kmvon 102 290 Tonnen auf 87 687 Tonnen gesunken ist. DerVersand von Getreide nach dem Südwesten Deutschland hat absolut zugenommen, im Vergleich aber mit demübrigen Versande blieb er von ganz geringer Bedeutung.Von einer Ueberflutung des Westens und Südens Deutsch-