34
b) Der Bromberger Kanal.
Der Bromberger Kanal ist 26.4 km lang, er fällt vonder 16.3 km langen Scheitelhaltung, dem langen Trödel,mit 2 Schleusen um 4.35 m nach der Netze zu, mit 7 Schleusenum 2641 m nach der Brahe zu. Zu diesen Schleusenwerden noch hinzugerechnet eine Schleuse in der unterenBrahe, inmitten der Stadt Bromberg gelegen, und dieSchleusen XI und XII der regulierten Netze. Zum Verschlussdienten überall hölzerne Stemmtore. Die nutzbare Kammer-länge schwankte von 44.35—47.0 m, die Torweite von4.97—6.67 m, die Höhe des Gefälles von 1.75 bis 3.60 m.
c) Obere Netze.
Für die Wasserversorgung sah man sich schon baldgenötigt, einen besonderen Speisegraben aus der oberenNetze nach der Scheitelhaltung herzustellen, der später bisEichhorst verlängert wurde. In den Jahren 1878 bis 1882wurde, um dem gleichwohl wieder bestehenden Wasser-mangel abzuhelfen und zugleich die Erzeugnisse des oberenNetzedistriktes der Hauptverkehrsstrasse zuzuführen, derFlusslauf der Netze von Eichhorst bis zum Goplosee hinaufnebst dem Speisegraben durch Einbau von Stauwerken undSchiffsschleusen in einen einheitlichen Schifffartsweg um-gewandelt, dessen Länge von der Reichsgrenze im Goploseebis zur Mündung in den Bromberger Kanal 105 4 km be-trägt, wozu dann noch eine 18 km lange Abzweigung durchden Pakosch-See bis zum Bronistaw-See hinzukommt. Wieweit die auf dem Bromberger Kanäle infolge dieser Mass-nahmen vorhandenen Tiefe tatsächlich für die ganze Fahrtzwischen Oder und Weichsel nutzbar war, das hing vondem Zustande des weiteren Netzelaufes unterhalb derKüddowmündung bis zur Dragemündung ab. Bei günstigenWasserständen auf dieser Strecke konnten die 40.2 m langen,4.55 m breiten Schiffe mit 1.25 m Tiefgang und 125 TonnenLadung verkehren, wogegen unter minder günstigen Ver-hältnissen der Tiefgang auf 0.6 bis 0.8 m herunterging.