Ladeplätze.
Da das Ufergelände dem Beladen der Kähne keineSchwierigkeiten bereitet, so gibt es eine Unmenge vonLadeplätzen. Nur während der Winterzeit werden die Schiffeangehalten, an geschützten Stellen (im Winterhäfen oderwenigstens hinter Brücken) zu laden.
Direkte Umschlagstellen vom Eisenbahnwagen auf dieKähne und umgekehrt giebt es nur vier, von denen nur diein Posen und z. T. die in Bromberg und Montwy eineBedeutung haben.
Immer noch fehlt es an geeigneten Häfen. Jedochist das Interesse an 'der Binnenschifffahrt in den letztenJahren sehr erstarkt im Staate sowohl wie in den Gemeinden,sodass die Binnenschifffahrt einer besseren Zukunft ent-gegensieht.
Vergleicht man das Verhältnis des Wasserverkehrs zudem Eisenbahnverkehr, was Getreide anbetrifft, so kannman sagen, das es in den alten Bahnen bleibt.
Das Getreide bleibt für die Wartheschifffahrt der haupt-sächlichste Ausfuhrartikel 1 ) ebenso für die Netzeschifferneben Holz.
Das Verhältnis der Eisenbahn-und Kahnladungen.
Welche Ladungen der Bahn zufallen und welche denWasserwegen, ist schwer zu bestimmen.
Die Eisenbahn vermittelt den Verkehr nach Schlesien ,Oesterreich, Böhmen , z. T. nach Sachsen, soweit die An-kunftsstationen weit von Wasser abgelegen sind und nacliRussisch-Polen, sodann den Binnenverkehr und den Klein-
*) Den Vorteil zieht der Grosshändler. Ihm fällt ein direkterVorteil in Form einer gewissen Frachtersparnis zu, und er wirdes auch als der wirtschaftlich Stärkere zumeist verstehen, denselbenin seinen Händen festzuhalten. Nicht immer schnellt die Konkurrenzbeim Ankauf den Preis in die Höhe, da der kaufende Händler zu-meist nicht in der Lage ist, die Möglichkeit und die Höhe des ihmspäter zufallenden Handelsgewinns, wozu auch eine etwaige Fracht-ersparnis zu rechnen ist, zu übersehen (cfr. Giesberg).