Wechsel ausfüllt und diskontiert, um sie am Fälligkeits-termin selbst einzulösen. In diesem Falle ist der Pro-duzent verpflichtet, einen neuen Wechsel auszustellen. Mankann aber vielfach günstigere und härtere Bedingungentreffen.
Der Verdienst des Kommissionärs ist doppelt. AlsBanquier verdient er am Zinsunterschied, und ausserdemals Getreidehändler an der Ware. Letzterer Gewinn stei-gert sich bei einer Aufwärtsbewegung der Getreidepreise,sinkt aber und schlägt in Verlust um, sobald die Preisedauernd sinken.
Der Gewinn am Getreidegeschäft in dem Preisunterschiedist sehr gering, zumal der Kommissionär die Säcke zuliefern hat, die Frachtbriefe auszustellen usw., die ihm grosseKosten für Personal und Ablieferung verursachen. Des-wegen ist es die Kunst des Kaufmanns an Spesen möglichstzu sparen und die Frachtkosten für sich auszunützen.
Der grosse Kommissionär ist deswegen bedacht,möglichst Kahnladungen zusammenzubringen, um den Unter-schied zwischen Eisenbahnfracht und der billigen Wasserfrachtfür sich auszunützen. Für die einzelnen Waggonladungenhält er sich in den nahen Mühlen einen steten Abnehmer-kreis warm, welchen er sich durch Lieferung möglichstgleichartige Ware zu erhalten sucht. Der kleine Kommis-sionär, welcher nicht die Mittel hat, Kahnladungen zu ver-schiffen, liefert nur an die konsumierenden Mühlen. Dasein Verdienst deswegen unsicher ist, je nachdem die Mühlenkauflustig sind oder nicht, so zieht er es vor, mit derProvision zu arbeiten, die ihm einen nicht grossen, abersicheren Gewinn bringt.
c) Der Agent.
In dieser Art der Geschäftsführung ähnelt er demAgenten, der den dritten Typus darstellt.
Man kann ungefähr sagen, der Agent ist ein kleinerKommissionär, der keine Banquiergeschäfte treibt.
Der Agent hat seinen Platz an Orten regeren Getreide-handels. Der grössere, unabhängige Landwirt, der kleineHändler in der Stadt schicken ihm ihre Getreideprobenmit einem Mindestangebot und seine Aufgabe ist, diese