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Der Getreidehandel in der Provinz Posen / von Władysław Hedinger
Entstehung
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Die für unsere Arbeit wichtige Centralgenossenschaftdes Raiffeisenverbandes:

DasDeutsche Lagerhaus, E. G. m. b. H.zählte im Jahre 1907 zu seinen Mitgliedern:

111 Genoossenschaften undJ18 Einzelmitglieder.

Das Geschäftsguthaben der Genossen beträgt: 500.000 Mk

Reservefonds 110.128

Betriebsrücklagen 68.936

sodass das eigene Betriebskapital 679 064 Mk

wogegen das fremde Betriebskapital 3.183.656

beträgt.

Mit Hilfe der durch die Gesetze vom 3. Juni 1896und 8. Juni 1897 vom Preussischen Abgeordnetenhaus be-willigten 5 Millionen Mark wurde in Louisenhain an gün-stiger Stelle mit Bahnenanschluss und nahe an der Warthe gelegen ein mächtiges Kornhaus gebaut, das am 23. Januar1902 eröffnet wurde.

Der Getreidehandel gehört zu den vornehmsten Auf-gaben der Genossenschaft.

DasDeutsche Lagerhaus setzte um

im Jahre 1901/2 = 210.139 Ctr. Getreide

1902/3 = 743.678

1903/4 = 962.199

usw.

1907/8 = 1.005.918

im Werte von 9.397.430 Mk während an Düngemitteln

1.201.728 Ctr.

3.117.544 an Futtermittel 642.684

4.011.753 im gleichen Jahre umgesetzt

wurden.

Der Lieferungszwang den Absatz- und Bezugsgenossen-schaften gegenüber ist freilich nicht total durchgeführt, wirdaber straffer gehandhabt als bei dem anderen Verbände.

Die dem Getreidehandel obliegenden Genossenschaftendieses Verbandes führen den Firmennamen:

Deutscher Ein- und Verkaufsverein E. G. m. b. H

Die Statuten sind überall einheitlich durchgeführt undähneln den Bezugs- und Absatzgenossenschaften des anderendeutschen Verbandes.