74
Die für unsere Arbeit wichtige Centralgenossenschaftdes Raiffeisenverbandes:
Das „Deutsche Lagerhaus“, E. G. m. b. H.zählte im Jahre 1907 zu seinen Mitgliedern:
111 Genoossenschaften undJ18 Einzelmitglieder.
Das Geschäftsguthaben der Genossen beträgt: 500.000 Mk
Reservefonds 110.128 „
Betriebsrücklagen 68.936 „
sodass das eigene Betriebskapital 679 064 Mk
wogegen das fremde Betriebskapital 3.183.656 „
beträgt.
Mit Hilfe der durch die Gesetze vom 3. Juni 1896und 8. Juni 1897 vom Preussischen Abgeordnetenhaus be-willigten 5 Millionen Mark wurde in Louisenhain an gün-stiger Stelle mit Bahnenanschluss und nahe an der Warthe gelegen ein mächtiges Kornhaus gebaut, das am 23. Januar1902 eröffnet wurde.
Der Getreidehandel gehört zu den vornehmsten Auf-gaben der Genossenschaft.
Das „Deutsche Lagerhaus“ setzte um
im Jahre 1901/2 =■ 210.139 Ctr. Getreide
„ 1902/3 = 743.678 „
„ 1903/4 = 962.199 „
usw.
„ 1907/8 = 1.005.918 „
im Werte von 9.397.430 Mk während an Düngemitteln
1.201.728 Ctr.
„ „ „ 3.117.544 „ an Futtermittel 642.684 „
„ „ „ 4.011.753 „ im gleichen Jahre umgesetzt
wurden.
Der Lieferungszwang den Absatz- und Bezugsgenossen-schaften gegenüber ist freilich nicht total durchgeführt, wirdaber straffer gehandhabt als bei dem anderen Verbände.
Die dem Getreidehandel obliegenden Genossenschaftendieses Verbandes führen den Firmennamen:
„Deutscher Ein- und Verkaufsverein“ E. G. m. b. H
Die Statuten sind überall einheitlich durchgeführt undähneln den Bezugs- und Absatzgenossenschaften des anderendeutschen Verbandes.