143
bei Weizen 35 . 25 000 — 875.000 Mk
„ Roggen 35 . 209 000 - 7.315.000 „
„ Gerste 20 . 71 000 = 1,420.000 „
„ Hafer 28 . 21 000 = 588.000 „
zusammen durchschnittlich jährlich — 10.198-000 Mk.für die Jahre 1894—1906.
Seit dem 1. März sind die Zölle erhöht. Für diesebenRohprodukte stellen sich also jetzt die analogen Ziffern:bei Weizen 55 . 25.000 = 1.375.000 Mk
„ Roggen 50 . 209.000 ^ 10.450.000 „
„ Gerste 20 1 ) . 71.000 : 1.420.000 „
„ Hafer 50 . 21.000 - 1.050.000 ,
zus. durchschnit. jährlich seit 1906 = 14.295.000 Mk
Hierzu ist zu bemerken, dass diese Zahlen keinenabsoluten Wert haben.
Denn
1) sind sie nur Durchschnittszahlen, und laut der Tabelleauf S. 16 und 17 ist gerade in den letzten Jahren der Ertrag vonJahr zu Jahr gestiegen,
2) diese Zahlen geben den durchschnittlichen Jahres-gewinn der Provinz Posen nur für das in rohem Zustandeausgeführte Getreide, lassen aber die Zahlen für das zumMehl verarbeitete und ausgeführte ausseracht.
Da die Provinz Posen jährlich ca. 80 000 Tonnen
Mehl ausführt, so würde sich daraus, unter Annahme dass
es nur Roggenmehl ist, für die Provinz Posen als Ganzes
., n .. , 100.50.80 000
ein weiterer Gewinn von ziemlich -- _ ca.
65
6.200000 Mk. ergeben,
3) der Einfluss der Vieh- und Fleischzölle ist gar nichterwähnt. Diese Zahlen reichen aber hin, um zu vergegen-wärtigen, dass die Provinz Posen aus der deutschen Getreide-zollpolitik einen Nutzen zieht, der sich jährlich auf Zehntevon Millionen beziffert. Diese Millionen gehen in ersterLinie in die Taschen der Produzenten. Da aber, wie imersten Teil hervorgehoben, in der Provinz Posen von derLandwirtschaft das Wohlgedeihen aller anderen Erwerbs-
i) Ich nehme für Gerste nur eine Erhöhung von 2 Mkp. 100 kg. an, da für Malzgerste keine Ausfuhrprämie sondern nurSchutzzoll besteht (cfr. S. 141).