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Es würde sich zeigen, dass die Netzegend bis zum Jahre 1906die Ausfuhr der Warthegegend auf den Binnenwasserstrassenbedeutend überflügelt hat, sodass sie (mit Ausnahme desMisserntejahres von 1892) die Mehreinfuhr der Warthegegendbis zum Jahre 1908 aufhob und in Mehl usw. für die Pro-vinz Posen es zu einer Mehrausfuhr brachte. Seit 1906aber hat die Warthegegend das Uebergewicht in dem Exportvon Mehl usw.
Nun muss aber bemerkt werden, dass die Netze vonDragemünde ab bis zur Vereinigung mit der Warthe beiUsch, und die Warthe kurz nach Schwerin a. d. W. bis nachKüstrin, schon der Provinz Brandenburg angehören, sodassausser vielen anderen Mängeln aus den Notierungen derBinnenschiffahrtsstatistik bei Küstrin a. d. W. für die ProvinzPosen allein keine sicheren Schlüsse zu ziehen sind. DieKähne gehen von Küstrin entweder die Oder abwärts nachStettin, oder über den Finowkanal (Zahlstelle Hohensaaten ),gegebenenfalls Friedrich-Wilhelmkanal nach Berlin und weiternach Magdeburg-Hamburg oder in die Saalegegend. Da inKüstrin die aus der Provinz Posen kommenden Kähne sichmit den Oderkähnen vermischen, ist die Verfolgung desweiteren Weges der Warthe - und Netzekähne in dem Masseerschwert, dass ich den Versuch habe aufgeben müssen.Sollte aber auch dies gelingen, so verliert sich in Berlin und Stettin die weitere Spur und man kann auf Grund derbisherigen statistischen Angaben nicht ermitteln, ob von Stettin aus die Ladung nach dem Ausland oder via Ausland (Rotter-dam) nach Deutschland geht. Ebenso konnte ich nicht er-mitteln, wieviel Ladungen in Berlin , wieviel davon überBerlin hinaus in der Saalegegend oder in der unteren Elb-gegend abgesetzt wurden. Aus allen diesen Gründen habeich die Binnenschiffahrtsstatistik nicht in dem Masse berück-sichtigen können wie die Eisenbahnstatistik und sie nur er-gänzend anwenden können, wobei ich nochmals betonenmuss, dass ihre Angaben mit Einschränkungen in Betrachtzu ziehen sind.
Für die Aus- und Einfuhr der Provinz Posen auf demWasserwege ist die statistische Zählstelle an der Schleuse IIam Bromberger Kanal und an der Grenze bei Pogorzelicenoch zu nennen. Die von der Statistik 'gegebenen Zifferir