208
sierung durch die weltlichen und geistlichen „Mächtigen“zu retten *), sind ebenso erfolglos geblieben, wie die fastgleichzeitigen der abendländlichen Könige und Kaiser umdie Kettung des freien Bauernstandes. Und als nach derEroberung Ägyptens und der syrischen Städte, zuerstdurch die Perser, dann durch die Araber, zuletzt durchdie Türken, der byzantinische Handel mehr und mehrzurückging, und Konstantinopel in seiner Stellung alserste Handelsstadt der Welt durch die Italiener er-schüttert zu werden begann, als im Zusammenhangdamit die Geldeinnahmen des Kaisers zurückgingen,da wurde es auch den tüchtigsten Inhabern des Thronesschwer und schwerer, sich der inneren und äußerenFeinde zu erwehren 2 ). Das griechische Reich wurdedie Beute derer, welche die kapitalistische Wirtschafts-organisation von ihm übernommen hatten. Und —ein sprechender Beleg für die Abhängigkeit der Wirt-schafts- und Gesellschaftsorganisation von den ge-
*) Vgl. darüber Zachariae, Jus Graeco-Romanum. Lipsiae,1856—1884, Novellae Coli. 111. — A. F. G fr 5 rer, ByzantinischeGeschichten III. Graz 1877, Kapitel I und III. — Lecrivain,a. a. 0. I, Ch. VII, VIII. — Henri Monnier, Etudes de droitbyzantin. L’ hrißobj Nouvelle Revue Historique du droit fran^aiset etranger 1892, 1894, 1895. — Dr. Karl Neu mann, Die Welt-stellung des Byzantinischen Reichs vor den Kreuzzügen. Leipzig 1894, II und III (in der Beurteilung des Nikephoros Fhokas etwaszu sehr von Gfrörer beeinflußt). — Ferradou, Des Biens desmonasteres it Byzance. Bordeaux 1896. — Testaud, Lesrapports des puissants et des petita proprietaires ruraux dansl’empire byzantin au X 1 » 0 siede. Bordeaux 1898. — F. W. Busseil,The Roman Empire, Essays on the eonstitutional history fromthe accessiou of Domitian (81 A. D.) to the retirement of Nice-phorus III. (1081 A D.). London 1910 II, Chapter VH, pp. 145bis 159 (mehr absprechend als belehrend).
>) Man lese die Denkwürdigkeiten aus dem Leben desgriechischen Kaisers Alexios Komnenos , beschrieben durch seineTochter Anna Komnena .