268
Wirtschaftseinheiten von Anfang an bis heute nachinnen wie nach außen beherrschen.
Was immer auf der jeweiligen EntwicklungsstufeWirtschaftseinheit sein mag, nach außen wird eine jedestets von einem Egoismus beherrscht, der schrankenlosist, soweit ihm nicht durch eine sich über ihm er-hebende höhere Wirtschaftseinheit Grenzen gezogenwerden. Anderen Wirtschaftseinheiten gegenüber strebteine jede stets nach unbegrenzter Gütermenge.
Anders im Innern einer Wirtschaftseinheit. Woimmer imd insoweit eine Mehrheit von Personen zu-sammen eine Wirtschaftseinheit bildet, werden derenBeziehungen zueinander nicht von der rücksichtslosenGeltendmachung des eigenen Vorteils, sondern durchAutorität und Herkommen bestimmt.
In dem Maße aber, in dem diejenigen, welchefrüher unter einer Wirtschaftseinheit miteinander ver-bunden waren, zu selbständigen Wirtschaftseinheitenwerden, wird das Prinzip, das von Anfang an das Ver-halten der Wirtschaftseinheiten nach außen beherrschthat, auch für ihre Beziehungen zueinander maßgebend:das Streben nach dem größtmöglichen Vorteil.
Die Wandlung tritt ein, sobald eine Wirtschaftaufhört, eine sich selbst genügende, abgeschlossene zusein, sobald sie in Verbindung tritt mit Fremden. Dasgeschieht durch den Handel.
So lange das Volk, der Stamm, das Geschlechtdie Wirtschaftseinheiten waren, gab es innerhalb der-selben keinen Handel; ebensowenig innerhalb der Mark-genossenschaft, der Grundherrschaft, der ihr unter-tänigen Dorfgenossenschaft. Die Bedürfnisse der ein-zelnen Mitglieder waren die der Einheit. Sie bestimmte,was jedes Mitglied nach Maßgabe der herkömmlichenOrdnung erhalten sollte. In sich selbst genügenden