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t-il dit, tout ce qui pourrait précipiter la crise. J'estime que, mêmesi le Gouvernement austro-hongrois passait à l'action contre laSerbie, nous ne devrions pas rompre les négociations" (Herr Saso-noff bewahrt seine volle Mässigung: „Man muss, hat er mir gesagt,alles vermeiden, was die Krisis überstürzen könnte. Ich bin derAnsicht, dass, selbst wenn die österreichisch-ungarische RegierungSerbien gegenüber zum gewaltsamen Eingreifen übergehen sollte,wir die Verhandlungen nicht abbrechen dürfen").
Am 26. Juli schrieb das französische Ministerium des Auswär-tigen in einer Zirkularnote (Gelbbuch No. 50) :
„De Pétersbourg, nous apprenons que M. Sasonoff a conseilléà la Serbie de demander la médiation anglaise. Dans le Conseil desministres du 25, tenu en présence de l'Empereur, la mobilisation detreize corps d'armée éventuellement destinés à opérer contre l'Au-triche a été envisagée; cette mobilisation ne serait toutefois rendueeffective que si l'Autriche contraignait la Serbie par la force desarmes, et seulement après avis du Ministre des Affaires Etrangères,à qui le soin incombe de fixer la date, liberté lui étant laissée decontinuer les négociations, même dans le cas où Belgrade seraitoccupée." (Aus Petersburg erfahren wir, dass Herr Sasonoff Serbiengeraten hat, die englische Vermittlung zu erbitten. In dem Minister-rat vom 25., der in Gegenwart des Kaisers stattfand, ist die Mobi-lisation von 13 Armeekorps, die eventuell gegen Osterreich ope-rieren sollen, ins Auge gefasst worden; diese Mobilisation soll je-doch erst effektiv werden, wenn Oesterreich Serbien mit den WaffenGewalt antut und nur nach dem Gutachten des Ministers desAeussern, dem die Festsetzung des Datums obliegen soll, wobeier die Freiheit hat, die Verhandlungen selbst im Falle der Okkupa-tion Belgrads fortzusetzen.)
Dass diese Mässigung nicht ganz echt war, geht schon daraushervor, dass Herr Sasonoff bereits am 24. Juli dem englischenBotschafter erklärte (Blaubuch No. 6): that Russian mobilisationwould at any rate have to be carried out (dass die russische Mobili-sation unter allen Umständen durchgeführt werden müsse), woraussich ergibt, dass die russische Mobilisation am 24. Juli, am Tageder Bekanntgabe der österreichisch-ungarischen Note an Serbien ,bereits int Gange war, während die französische Zirkularnote vom26. Juli (Gelbbuch No. 50), die Teilmobilisation gegen Oester-reich vom russischen Ministerrat erst am 25. „ins Auge fassen" undderen Inkraftsetzung noch von österreichischer Waffengewalt gegenSerbien und dem Gutachten des Ministers des Aeusseren abhängigmachen lässt. Immerhin ist es wichtig, dass die russische und diefranzösische Regierung damals noch die äusserste Mässigung wenig-stens markieren wollten.
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