wiesen wird, so kann ich Ihnen ja doch dienen. Der Herr Abgeord-nete Däumig, der doch auf Ihren Bänken sitzt, hat nach einemBericht der ..Deutschen Allgemeinen Zeitung" vom 14. Oktoberauf dem Parteitag der Unabhängigen in Halle fol-gendes ausgeführt:
Noch jetzt schleppen Proletarier, auch Kommunisten, ihreWaffen zu den Ablieferungsftellen. Wir brauchen einePartei, die ihre Leute so zusammenhält, daß keiner es wagt,solchen Verrat an dem Proletariat vorzunehmen. (LebhafteRufe rechts: Hört! Hört!)
In vielen Städten des Reiches ist an den Anschlagsäulen zulesen:
Proletarier! Der Büttel der Räuberentente, die deutschekonterrevolutionäre Regierung, will Euch entwaffnen.Proletarier! Gebt auf keinen Fall die Waffen heraus!Die Auslieferung der Waffen ist Euer Tod!
Unterschrift: Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands .(Zuruf von den Sozialdemokraten: Orgesch! — Was macht denndie bayerische Einwohnerwehr in München ?)
Die bayerische Einwohnerwehr in München ? Ich weiß nicht,-ob die bayerische Einwohnerwehr überhaupt Waffen führt. (GroßeUnruhe und erregte Zurufe von den Sozialdemokraken und derU.S.P.)
Ihr Parteifreund Lauffenberg (Glocke des Präsi-denten.)
Präsident: Ich bitte um Ruhe!
Dr. Helfserich: Ihr Parteifreund Lauffenberg hat inFrankfurt erklärt:
Waffen sind genug vorhanden. Die Verteilung wird früh-zeitig erfolgen, nachdem das Zeichen zum Losschlagen ge-geben ist. Unabhängige, Kommunisten, Syndikalisten undalle anderen revolutionären Arbeiter müssen diesmal ganzeSache machen, um endlich die Borherrschaft des Proleta-riats zu sichern. (Hört! Hört! bei den Deutschnationalen.)
Meine Damen und Herren! Es ist mir vorhin das Wort.,Orges ch" zugerufen worden. Es war ja wohl die Absicht der
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