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zweiten, recht längen Artikel gegen mich in Ihrem „DeutschenWochenblatt" veröffentlicht hätten. Es lallt mir gar nicht ein,zum zweitenmal das Wort gegen Ihren ersten Angriff zuverlangen, ich verlange lediglich zum erstenmal das Wortgegen Ihren zweiten Angriff, und dem „litterarischen Gebrauch"würde es nur entsprechen, wenn Sie dies Verlangen erfüllten,
Sie lehnen nun die Aufnahme meiner zweiten Verteidigungnicht unbedingt ab, Sie wollen den Brief vielmehr unter derBedingung bringen, dass vorher die „National-Zeitung" oder die„Goldwährungs-Correspondenz" Ihren zweiten Angriff auf michwörtlich und unverkürzt zum Abdruck bringt. Ich finde dieseBedingung schon deshalb sehr merkwürdig, weil ihre Erfüllungdurchaus nicht in meiner Macht steht. Ich habe weder auf die„National-Zeitung", noch auf die „Goldwahrungs-Correspondenz"den Einlluss, dass ich diese Blätter zum Abdruck Ihres zweitenAngriJls bestimmen könnte. Dass die „National-Zeitung" Ihredahin gehende Aufforderung ignorirt hätte, ist überdies nichtganz richtig. In der Morgenausgabe dieses Blattes vom 15. Junilinden Sie folgendes:
In einer Zuschrift an die „Xational-Ztg." hatte Herr Dr. Helfferichsich darüber beschwert, dass das „Deutsche Wochenblatt" des HerrnDr. Arendt eine diesem übersandte, vom 1. Mai datirte die Währungs-frage betreffende Berichtigung, trotz der Zusage, sie veröffentlichen zuwollen, bis Anlang Juni nicht gebracht hatte; Herr Dr. Helfferich ver-öffentlichte sie deshalb mit seiner Zuschrift an uns. Jetzt übersendetHerr Dr. Arendt uns die neueste, am 13. Juni erschienene Nummer seinesWochenblatts, in welcher er endlich die Berichtigung abdruckt, und ermutet uns zu. eine lange Antwort an Herrn Dr. Helfferich, die er hinzufügt,„wörtlich und unverkürzt" mitzutheilen. Dazu haben wir nicht den mindestenAnlass, Wer sich für die Einzelheiten des Streites zwischen den beiden Herrenintcressirt, kann den Arendtschen Artikel im „Deutschen Wochenblatt"nachlesen: wir haben lediglich Herrn Helfferich die Möglichkeit gewährt!der höchst Ungewöhnlichen Verschleppung einer Berichtigung entgegen-zutreten.
Ich linde dieses Verhalten völlig korrekt; ebenso das Ver-halten des „Vereins zum Schutze der deutschen Goldwährung"in dieser Angelegenheit. Dieser Verein hat ein Flugblatt „DerSchutz der Landwirtschaft und die Doppelwährung" versendet,in w elchem nur nebenbei auf meinen Verteidigungsbrief Bezuggenommen ist. Halten die Bimetallisten eine Entgegnung aufdieses Flugblatt für wünschenswert, dann steht es ihnen selbst-verständlich frei, ein solches drucken und verbreiten zu lassen.