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verehrter Herr, das Verdienst zukommt, denselben nach Deutsch-land importiert zu haben. Ich selbst habe nur die selbsverständ-lichen Konsequenzen für den europäischen Ackerbau gezogen.
Ich richte an Sie die etwas unbescheidene, aber höflicheBitte, diesen Brief im „Deutschen Wochenblatt" zum Abdruckzu bringen. Sollten Sie diesem Ansuchen nicht entsprechenkönnen, so würde ich Sie bitten, mir baldthunlichst davon Mit-teilung zu machen, damit ich über den Inhalt des Briefes ander-weitig verfügen kann.
Herr Dr. Arendt brachte diesen Brief im „DeutschenWochenblatt" vom 13. Juni 1895 gleichzeitig mi't einer Entgeg-nung, beides unter dem Titel: „Eine „Berichtigung" desHerrn Dr. Helfferich nebst Antwort".
Wenn es dem Herrn Dr. Arendt Vergnügen macht, meinenBrief als Berichtigung zu bezeichnen, so will ich ihn daran nichthindern. Ich selbst habe das nirgends gethan, er hätte sich alsofüglich die Gänsefüsschen sparen können.
III. Antwort des Herrn Dr. Arendt.
Herr Dr. Helflerich scheint geglaubt zu haben, dass das„Deutsche Wochenblatt" nach dem Vorbilde der Goldwährungs-presse eine gegnerische Anschauung nicht zu Wort kommenlässt. Das ist natürlich irrig. Seine Auseinandersetzung ist mirsehr willkommen, als ein hübsches Beispiel von der den Kernder Sache verschleiernden Dialektik der Goldpartei. *)
*) Herr Dr. Helfferich hat, obwohl ihm schriftlich mitgeteilt ist. dassdas „Deutsche Wochenblatt" seine „Berichtigung" abdrucken würde, diese inder „National-Zeitung" bereits mit der Begründung veröffentlicht, dass ichdie mir „unangenehme" Veröffentlichung hinauszuschieben suche, um Zeit zugewinnen. — Die Leser des „Deutschen Wochenblattes" werden es begreiflichfinden, dass mir eine Besprechung der Währungsdebatte im Landtag und eineZuschrift von der Bedeutung des offenen Briefes des Freiherrn von Koggen-bach eiliger zu sein schien, als die Auseinandersetzung mit Herrn Dr. Helfferich.(Meinen Brief erhielt Herr Dr. Arendt am l. Mai: die Währungsdebatten im Land-tag fanden erst am 20. und 21. Mai statt, der Brief des Freiherrn von Roggen-bach erschien sogar erst am 6. Juni.) Der Herr hat übrigens nicht entferntso lange zu warten gehabt, als die meisten Mitarbeiter des „DeutschenWochenblattes". Die Wichtigkeit, die Herr Dr. Helfferich dieser „Berichtigung"beilegt und die Ausführlichkeit, mit «elcher er in der „National-Zeitung"meine angebliche Verschleppungstaktik gegenüber dieser „unangenehmen"Berichtigung klarlegt, entbehrt nicht eines komischen Beigeschmacks. (I)ie