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zu überlassen. Sie haben selbst in der Silberkommission wörtlichgesagt:
„Es würden auch heute Eisenbahnen gebaut werden können,wenn sich unser Kapital nur in die Silberländer begeben könnte.Man hat ausgerechnet, dass wenn in Indien so langsam weitergebaut wird, w ie es jetzt der Fall ist, man 900 Jahre braucht,bis Indien dieselben Eisenbahnen hat, wie England ." Die sichdaraus für die Entwickelung des indischen Ackerbaues ergebendenKonsequenzen haben Sie natürlich in Rücksicht auf Ihren deutschenagrarischen Anhang nicht gezogen.
Ich bin ferner im Stande, Ihnen zu sagen, woher Sie jenen„verflucht gescheiten Gedanken" bezogen haben. Sie warenTeilnehmer der internationalen bimetallistischen Konferenz, welcheam 2. und 3. Mai 1894 in London versammelt war. Dort sagteHerr William Taylor:
„Die Münzfrage steht der schnelleren Entwickelung Indiensim Wege.
Wenn wir erwägen, dass nur etwa die Hälfte des derKultivirung fähigen Landes des indischen Reiches wirklichkultivirt ist, ist es da nicht erstaunlich, dass wir das Verbleibenbei dieser Politik (der antibimetallistischen) gestatten?"
Herr Taylor führte dann des Näheren den Einlluss desEisenbahnbaues auf die Entwickelung der indischen Volkswirt-schalt aus und schloss:
„Bei dem gegenwärtigen Umfang der Eisenbahnbauten injenem Lande (im vergangenen Jahre wurden nur 4/0 Meilengebaut) wird es 900 Jahre dauern, ehe der Umfang des Eisen-bahn-Netzes in England im A'erhältnis zum Flächenraum erreichtworden ist."
Dass auch der von Ihren bimetallistischen Freunden sehrhochgeschätzte Erzbischof Walsh von Dublin die Verzögerungdes indischen Eisenbahnbaues der Silberentwertung zuschreibtund dass er klipp und klar den Satz ausspricht: „Jede MeileEisenbahn erleichtert den Export des Landes", dürfte Ihnengleichfalls nicht unbekannt sein, zumal ich mich in meiner Schriftausdrücklich auf Walsh bezogen habe, was Ihnen kaum ent-gangen sein dürfte.
Wir wollen uns also dahin einigen, dass die Ehre, aul den„verflucht gescheiten Gedanken" gekommen zu sein, Ihren eng-lischen bimetallistischen Freunden gebührt, und dass Ihnen, hoch-