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Bimetallistische Kampfesart : eine Auseinandersetzung mit Otto Arendt / Karl Helfferich
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Export verstärkt. Gewiss einverflucht gescheiter Gedanke"im Uebrigen mache die Zunahme der Goldproduktion allenZweifeln und Sorgen, die, wie wir jetzt erfahren, bis Mitte derachtziger Jahre sehr berechtigt waren, ein Ende wenn wirnun aber in ein paar Jahren wieder da sind, wo wir Mitte derachtziger Jahre waren, und wenn wir wieder dahin kommen,wo wir vor Kalifornien waren solche Erwägungen störenunsere Goldleute und auch Dr. Helffe.mch nicht. Apres nous ledeluge. Dass die Goldwährungspresse für diese Schrift diegrösstmögliche Reklame macht, ist bei dem tiefen geistigenStandpunkt, auf den die Vertretung der Goldwährung herabsank,selbstverständlich. q^ 0 A ren clt.

II. Aus Nr. 355 derNational-Zeitung" vom 6. Juni 1 895.

Neustadt a. d. Haardt, 3. Juni. Nachstehenden Briefsandte ich am 1. Mai an Herrn Dr. Arendt ab, mit der lütte,ihn in seinemDeutschen Wochenblatt" als Erwiderung auf einenicht blos sachlich sehr abfällige, sondern auch in persönlicherBeziehung etwas unfeine Kritik zu veröffentlichen, welche erdort meiner FlugschriftGegen den Währungs-Umsturz" hatangedeihen lassen. Ich begreife wohl, dass es Herrn Dr. Arendtnicht ganz angenehm war, diesen Brief in seinem Blatte druckenzu lassen, und erwartete deshalb eine ablehnende Antwort. Esscheint ihm aber noch unangenehmer gewesen zu sein, ihn ineinem andern Blatt gedruckt zu sehen. Unterm 6. Mai schriebmir Herr Dr. Arendt:Ich werde IhreBerichtigung" gern zumAbdruck bringen, sobald die Raumverhältnisse desü. W." esgestatten, voraussichtlich in 12 Wochen."

Damit war der Erfolg erreicht, dass die Sache für zweiWochen hinausgeschoben war. Ich war entschlossen, falls nachzwei Wochen dasD. W." den Brief nicht brachte und ichsonst keine Nachricht erhielt, anderweitig zu verfügen. Vordem Erscheinen desWochenblattes", in welchem ich den Ab-druck meines Briefes zu erwarten berechtigt war, erhielt icheinen Korrekturabzug. Nichtsdestoweniger enthielt dasWochen-blatt" vom 23. Mai den Brief nicht; ebenso wenig die Nummervom 30. Mai. Der Gedanke liegt nahe, dass Herr Dr. Arendtmir den Brief vom 6. Mai geschrieben und mir die Korrektur-sendung hat zukommen lassen lediglich in der Absicht, michhinzuhalten und die Veröffentlichung des ihm unangenehmen