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Die Silberenquete : Eine Auseinandersetzung mit Ludwig Bamberger / Von Otto Arendt
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Gesicht, er behauptet dreist Dinge, welche etwa gleichbedeutendsind, wie wenn Jemand sagt, die Sonne dreht sich um die Erde,wie es jeder täglich beobachten kann ganz dasselbe bedeutetes, wenn man sagt : mau produzirt mehr Silber, folglich mußes billiger werden ob die Wissenschaft unwiderleglich dasGegentheil nachweist, darum kümmert Bamberger sich nicht,denn das verwirrt seine Zirkel. Wahrhaft beschämend ist es,daß nicht aus dem Lager der Goldwährungspartei selbst endlicheinmal eine ehrliche Stimme laut wird, die gegen die Bam-bergersche Sophistik Widerspruch erhebt. Die ganze Parteiwird umgekehrt mitschuldig an Bambergers Treiben, indemsie seine Entstellungen der Thatsachen beifällig ver-breitet. Dies Urtheil mag hart sein, aber es istwahr, und die Bambergersche Kampfcsart gegen dieBimetallisten ist eine so wenig ehrliche, daß er es wohl ver-dient hat, daß ihm rücksichtslos entgegengetreten wird.Dieser letzte Aufsatz in derNation" isi so empörend, über-steigt so sehr die Grenzen der erlaubten Parteipolemik, daß da-gegen keinerlei Rücksicht mehr angebracht ist.

Ich bin auch berechtigt diese Abwehr zu schreiben, weilsich Bambergers Angriff zum guten Theil gegen michdieliterarische Abtheilung der Doppelwährungspartei" richtet.Ueberdies beschäftigte sich Bamberger mit den imDeutschenWochenblatt" erschienenenWissenschaftlichen Gutachten überdie Währungsfrage", die jetzt im Sondcrabdruck erfreulicher Weiseeine sehr weite und augenscheinlich für die Goldwährungspartei sehrunbequeme Verbreitung finden. Wahrscheinlich um diese Verbreitungnicht zu fördern, unterläßt es Bamberger bezeichnender Weisesowohl die Namen der Gutachter, wie den Verlag der Schriftund den Namen desDeutschen Wochenblattes" zu nennen.Bamberger schreibt,Die sechs Gutachten, welche in einerFlugschrift zusammengesetzt sind, nachdem sie vorher in demspeziell der Doppelwährungsagitation gewidmeten Organ er-schienen waren." Die Leser desDeutschen Wochenblattes"wissen am besten, daß die Bezeichnung desDeutschen Wochen-blattes" als einesspeziell der bimetallistischcn Agitation ge-widmeten Organs" durchaus unwahr ist. DasDeutscheWochenblatt" hat niemals die Währungsfragc hauptsächlichbehandelt, es hat nur dieser Frage, wie jeder wichtigen An-gelegenheit Raum gegeben, wenn sie im Vordergrund des