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Australiens Inseln.
1804 mit etwa 60 Soldaten und 300 Dcportirtenanlangte nnd Hobarttown begründete. Auch dieseStadt erhielt 1818 eine Druckwerkstatt, aus welcherunter andern die interessante „Ilistvr^ ok ^liclmeiIlo^ve, tl>e last ottbo ncxttti-iuiglers" hervorgegangenist. Gegenwärtig erscheinen daselbst 10 periodischeBlatter, als- die „1I»d.^t-1'li,vn-Klette", die„ Lolomül l'ime«", das l'üsm-ininn an6 ^Uiitrnl--»«iatic Kevie» der „ (üoloniiit der l'rom^eter
der „!>l»>'»!ng 8t»r", der „ Ilvrndor^", der „I^UUII-
cestou .-Vllvertiser", und das „Lori»vi>II <ÜI>rvi>!cI<?"meist politischen Inhalts. Regelmäßig kommt mitjedem Jahre Noß's „ Ilodm-t - ?on» - .^Im-uiacli "„ Vmi<l>emensl!»i<1 ^nnn»>", Mclville'ö „Ilodart-1'o^n-!>l!,i;!l?.iii" und die „>VrsatIl" von Oldingheraus. Hier ist sogar ein Noman „Humws 8er-vinto»" in Walter Scott's Geschmack erschienen.In der ans dieser Insel nur erst seit wenigen Jahrenbegründeten Cölonialstadt Lannceston werden schonregelmäßig erscheinende Zeitungen gedruckt.
Den britischen Missionaren gebührt das Ver-dienst, nach vielen vergeblichen Versuchen, welchesie von 1796 bis 1811 uncrmüdet fortsetzten, mitder ChristnSlchre auch die Presse in Polynesien ein-geführt zu haben. Auf den Gesellschaftsinscln imstillen Ocean geschah dies im Jahre 1818. Kaumwar der große Götzentempel des Gottes Oro zuTantira in Tejarabne zerstört (1815) nnd der KönigPomare zum Lhristenthnin übergetreten, als LeKtererbefahl, in seiner Residenz Afarcaitu auf Otahaitieine Druckerei anzulegen, welche die Insulaner mitGesetzbüchern, Neuen Testamenten, Schul - und Ge-sangbüchern versorgt. Der König setzte mit eigenerHand die erste Seite des otahaitischen ABCBuches.Eine mit der MissionSpresse gedruckte Ausgabe derBibel in englischer Sprache von 3000 Eremplarenwar in wenigen Tagen, das Eremplar 3 Gallons(ungefähr 10 Kannen) KokoSöl verkauft. Balddarauf ist auch ciu .UatechiSmnS in otahaitischerSprache in der nämlichen Officin, wobei schon Ein-geborene thätig waren, gedruckt uud unentgeldlichausgetheilt worden. Die meisten der otahaitischen
Bücher haben die Schlußschrift: „l'abitl, zirinteäi>t t!>e ^Vin(I»!»'6 ZVI!s«io» s>ress."
BurdersPoint ist eine zweite MissionSstationdieser Insel, wo seit 1821. ebenfalls eine Presse fürNeligionszwecke im Gange ist. Spater wurde auchauf dem von Bougainville so reizend geschilderten
! Eilande Huaheine eine Werkstatt errichtet.
Auch auf Eimeo, einem kleinen westlich vonOtahaiti gelegenen Eilande mit dem Hafen Talu,
j dem sichersten und bequemsten ans allen Inseln dieserMeereSgegeuden, wnrde auf Veranlassung der briti-schen uud fremden Bibelgesellschaft im Jahre 1817ein Katechismus und „ 8electi><ns soim Sc-I'ii>ture1818 aber das Evangelium des Lucas iu der Lan-dessprache gedruckt. Im Jahre 1822 haben sich bri-tische Missionare auch zu Pateo auf dem EilandeOtahaa niedergelassen und daselbst 1825 eineDruckwcrkstatt errichtet, aus der ebenfalls Auszügeaus der h. Schrift nebst andern Erbauungsbüchernhervorgingen.
Ans den Sandwichsinscln wurde die Buch-druckerkunst im Jahre 1821 eingeführt und am erstenMontage des Januars 1822 zu Honoruru aufdem Eilande Owaihi oder Owahu eine Presse inBewegung gesetzt, deren erstes Product eine eng-lisch -hawaische Kinderfibel (I^nLlisIi-IIgn'AV-uiIin<;dao>c) war. Bald darauf wurden Auszüge ausdein Alten und Neuen Testamente und nach undnach mancherlei Schul- und Erziehnngsbücher, dar-unter auch „ 0<>It>n'i»'L 7»teIIect,U!lI ^1 itlimetic " und
^ Vocabularien in der Landessprache gedruckt. Seit1835 crscheiut unter der Genehmigung des Königsund Stephan Mackintoöh's Leitung eine Sandwichs-inselzeitung , zn welcher die braune Majestät mit fol-genden Worten die Erlaubniß ertheilt hat: „Hololnli,Owahn. Ich gebe meine Einwilligung, denn esfreut mich, die Werke anderer Lander kennen znlernen, sowie Dinge zu hören, die neu sind nnd dieich gern sehen möchte, wenn ich dort wäre. Ich habe
! zuKinan (demMinister) gesagt: „„ Mache Drucker-presscu!"" Mein Gedanke ist zu Ende. KönigKauikcaguli."